Schwere Verätzungen der Speiseröhre : Mädchen trinkt Spülmittel statt Apfelsaft – künstliches Koma

Ein vermeintlich frischer Apfelsaft wurde einem kleinen Mädchen in Frankreich zum Verhängnis.
Ein vermeintlich frischer Apfelsaft wurde einem kleinen Mädchen in Frankreich zum Verhängnis.

Ein Restaurant-Mitarbeiter hatte das Reinigungsmittel in einen Getränkekanister gefüllt und auf der Theke vergessen.

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05. August 2019, 16:16 Uhr

Nantes | In Frankreich hat ein Kleinkind schwere Verätzungen erlitten, weil ihm in einem Restaurant statt Apfelsaft aus Versehen ein Glas mit Reinigungsmittel serviert wurde. Das 22 Monate alte Mädchen habe die Flüssigkeit am Donnerstag in einem schicken Restaurant im westfranzösischen Pornic geschluckt, wurde am Montag aus Polizeikreisen ein entsprechender Bericht der Zeitung "Ouest-France" bestätigt. Das Mädchen wurde später in einem lebensbedrohlichen Zustand ins Krankenhaus gebracht.

Von der Polizei hieß es, ein Mitarbeiter des Restaurants habe das Spülmittel in einen Getränkekanister gefüllt und auf der Theke vergessen. Ein Kollege habe daher geglaubt, es handele sich um ein Getränk, und habe den Kanister in den Kühlschrank gestellt. Daher sei die gefährliche Flüssigkeit als Apfelsaft ausgeschenkt worden.

Wie in dieser Lohnkelterei wird in dem französischen Restaurant frischer Apfelsaft in Kanister abgefüllt.
imago images / Michael Schick
Wie in dieser Lohnkelterei wird in dem französischen Restaurant frischer Apfelsaft in Kanister abgefüllt.

In der Folge dieses Missgeschicks kam das Mädchen am Donnerstag mit Schmerzen an Magen und Speiseröhre in die Universitätsklinik Nantes. Der Vater des Kindes sagte "Ouest-France", die Kleine schwebe nicht mehr in Lebensgefahr, werde aber weiter in einem künstlichen Koma gehalten.

Das Mädchen drohe wegen der Verätzungen seine Speiseröhre zu verlieren. Die Eltern erstatteten wegen "schwerwiegender Nachlässigkeit" Anzeige, die Staatsanwaltschaft Nantes leitete Ermittlungen ein.

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Das Restaurant "La Fontaine aux Bretons" erklärte auf seiner Facebook-Seite, die Belegschaft sei wegen des Vorfalls "am Boden zerstört". Beim gesamten Personal sei eine Revision der Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet worden.

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