Einkaufsmeile im Bezirk North York : Lieferwagen fährt in Toronto Fußgänger an – Neun Menschen sterben

Feuerwehrleute stehen neben Schuhen, die auf einer Straße liegen, nachdem ein Lieferwagen in eine Gruppe von Fußgängern fuhr und dabei mehrere Menschen erfasste.
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Feuerwehrleute stehen neben Schuhen, die auf einer Straße liegen, nachdem ein Lieferwagen in eine Gruppe von Fußgängern fuhr und dabei mehrere Menschen erfasste.

Der Transporter rast auf einen Gehweg und erfasst mehrere Fußgänger. 16 Menschen werden verletzt.

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24. April 2018, 07:32 Uhr

Toronto | Ein Mann ist mit einem Lieferwagen im kanadischen Toronto mit hohem Tempo auf einen Gehweg gefahren und hat dabei neun Menschen getötet und 16 weitere verletzt. Das sagte Polizeisprecher Peter Yuen am Montag. Fünf der Verletzten schwebten der „National Post“ zufolge in Lebensgefahr. Der Fahrer des offenbar gemieteten Transporters wurde festgenommen. Zu möglichen Hintergründen der Tat äußerte die Polizei sich zunächst nicht.

In Toronto hatten sich am Sonntag und Montag die Außenminister der G7-Staaten versammelt, um über Konflikte in Syrien, der Ukraine und andere politische Themen zu diskutieren.

Die Situation sei unter Kontrolle, sagte Torontos Bürgermeister John Tory. „Die Stadt ist momentan in sicheren Händen“, sagte Tory. Er bat Anwohner, nach Hause zu gehen und Ruhe zu bewahren. „Es ist eine Zeit, in der wir so ruhig wie nur möglich sein sollten.“ Die Polizei sperrte die Gegend ab, auch der U-Bahnverkehr wurde unterbrochen. Die betroffene Gegend im nördlichen Stadtteil North York ist tagsüber belebt, dort liegen Geschäfte, Büros und Restaurants.

Der weiße Transporter war Berichten von Augenzeugen zufolge in der kanadischen Millionenstadt von der Yonge Street in südlicher Richtung gerast. Er sei in Schlangenlinien über den Gehweg gefahren, sagte Augenzeuge Amir Bahmeyeh dem „Toronto Star“. Er habe gesehen, wie das Auto fünf oder sechs Menschen erfasste. „Ich sah einen alten Mann durch die Luft fliegen“, sagte Bahmeyeh. Die Menschen hätten um Hilfe geschrien und die Polizei in Richtung des Fahrers zu lotsen.

Die Opfer seien noch auf der Straße behandelt worden, sagte eine Sprecherin der Rettungskräfte. Augenzeugen zufolge waren auf der Straße mehrere Blutspuren zu sehen. Fotos zeigten mit orangefarbenen Planen bedeckte, am Boden liegende Körper.

Der Fahrer ließ Medienberichten zufolge über zwei Kilometer rund 15 Straßenblocks hinter sich, ehe er mit zerbeulter Motorhaube auf dem Gehweg zum Stehen kam. Im Video eines Augenzeugen ist zu sehen, wie der Fahrer mit einem Gegenstand in Richtung eines Polizisten zeigt und dabei „Töte mich!“ sowie „Schieß' mir in den Kopf!“ ruft. Zu einem Schusswechsel kam es vor seiner Festnahme aber nicht.

„Er hat die Leben so vieler Menschen zerstört“, sagte Augenzeuge Alex Shaker dem Sender CTV. „Alles, was ihm in den Weg kam.“ Auch jemand mit einem Kinderwagen sei vom Auto erfasst worden. „Es waren so viele Körper“, sagte Augenzeugin Carol Roberts. Sie habe „viele Menschen leblos am Boden“ liegen sehen.

Kanadas Premierminister Justin Trudeau sprach von einem „schrecklichen Vorfall“ und dankte den Rettern vor Ort.

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