Brandenburg : Lehrer mit Nazi-Tattoos wird suspendiert – doch Gericht kippt Kündigung

Der Mann soll seine rechtsextremen Tätowierungen auf dem Schulhof gezeigt haben.
Der Mann soll seine rechtsextremen Tätowierungen auf dem Schulhof gezeigt haben.

Ein Lehrer mit rechtsextremen Tattoos soll sich oberkörperfrei auf dem Schulgelände gezeigt haben.

von
17. September 2019, 22:15 Uhr

Potsdam | Ein Lehrer mit rechtsextremen Tattoos ist an einer Oberschule im brandenburgischen Hennigsdorf aus dem Lehrdienst genommen worden. Er sei ins Schulamt versetzt worden, teilte das Bildungsministerium am Montag in Potsdam mit. Zudem leitete die Staatsanwaltschaft strafrechtliche Ermittlungen ein. Den Angaben nach hatte es im Sommer vergangenen Jahres erste Hinweise auf rechtsextreme Tattoos des Lehrers gegeben. Ende Januar habe sich der Verdacht der rechtsextremen Gesinnung erhärtet. Laut einer Prüfung durch den Staatsschutz seien die Tattoos "zweifelsfrei der rechten bis rechtsextremen Szene" zuzuordnen, so das Ministerium weiter.

Gericht legt Widerspruch ein

Dem Lehrer wurde laut Bildungsministerium im Februar fristlos gekündigt. Die Gerichte widersprachen der Entscheidung jedoch – aus welchen Gründen, teilte das Ministerium zunächst nicht mit. Es ging in Berufung. Außerdem ermittle die Staatsanwaltschaft Neuruppin gegen den Mann. Der Kündigungsstreit sei noch nicht rechtskräftig entschieden. Bis zum Abschluss muss das Schulamt Neuruppin den Mann weiter vertragsgemäß beschäftigen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen