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Panorama

25. November 2017 | 01:11 Uhr

Silvester : Laut und bunt

vom

Deutschland böllert sich ins neue Jahr. So funktionieren Raketen.

svz.de von
erstellt am 31.Dez.2015 | 16:00 Uhr

Es wird zischen in der Silvesternacht, es wird wieder knistern und dröhnen am Himmel über Deutschland. Und doch soll beim kommenden Feuerwerk nicht alles so sein wie im vergangenen Jahr.

Batterien und sogenanntes Verbundfeuerwerk aus kombinierten kleinen und einzelnen Rohren soll nach den Wünschen der Hersteller am häufigsten über die Ladentheken gehen. Mit Fontänen und Feuertöpfen soll das neue Jahr gefeiert werden, Bombetten, Kometen und Feuerwerksbomben werden auch dazu gehören. Für die Produzenten gilt die Devise: Laut muss es sein, schön bunt ebenfalls. Und möglichst wenig Arbeit soll es machen.

Der Massenproduzent Weco Feuerwerk bietet neben 65 Neuheiten mit klingenden Namen wie „Black Mamba“, „Frankenstein“ und „Pyrotec für Profis“ weitere 35 neue Batterien mit eigener Choreographie.

Böllern ist in Deutschland nur am letzten Abend des Jahres erlaubt – dann aber ausgiebig. Rund 129 Millionen Euro wurden 2014  für Artikel wie Chinaböller, Raketen und Feuerwerks-Batterien ausgegeben. Batterien machen in etwa die Hälfte des Gesamtumsatzes der Branche aus, doch die klassische Rakete ist beliebt wie eh und je.

Ein weiterer Trend beim diesjährigen Böllern ist der Goldeffekt. Die  neuesten Produkte der Hersteller bieten aber ebenso grüne, rote, blaue oder silberne Sternchen an.  

Jeder dritte Deutsche will Feuerwerk zünden

Fast jeder dritte Deutsche will in der Silvesternacht Feuerwerk zünden. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts You-Gov sagten 31 Prozent, dass sie den Jahreswechsel mit Raketen, Böllern oder anderem Feuerwerk feiern wollten. 66 Prozent verzichten dagegen darauf. 48 Prozent der Befragten sehen Feuerwerk vorwiegend positiv. Für 43 Prozent überwiegen die negativen Seiten wie Lärm, Schmutz auf den Straßen oder die Sorge vor Terroranschlägen.

Ein Verbot von Böllern – in bestimmten Bereichen oder generell – wird allerdings eher skeptisch gesehen. 25 Prozent meinen, dass das Abbrennen von Feuerwerk in der Nähe von Flüchtlingsunterkünften  verboten werden sollte. 19 Prozent sind für ein Böllerverbot in Innenstädten.

Jahreswechsel: Nicht überall im selben Moment

Wenn bei uns  Silvester die Raketen knallen, hat das Jahr 2016 anderswo schon längst begonnen. Die Bewohner der Samoa-Inseln begrüßen als erste das neue Jahr. Das Inselreich liegt im Pazifik und ist Tausende Kilometer von Neuseeland entfernt. Die Menschen dort feiern 13 Stunden früher als wir den Jahreswechsel. Das hängt mit der Drehung der Erde und den Zeitzonen zusammen, in die die Welt eingeteilt ist. In Sydney in Australien zum Beispiel beginnt das neue Jahr zehn Stunden früher als bei uns. Wenn die Menschen  dort den Jahreswechsel bejubeln, ist es in Deutschland erst 14 Uhr. Dagegen schlafen die meisten von uns schon, wenn in den USA und in Südamerika der erste Tag des neuen Jahres begrüßt wird.

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