Online-Umfrage : Jeder kann das Klima retten

Wer das Klima beim Kochen und Essen schützen will, achtet möglichst auf saisonale Produkte.
Wer das Klima beim Kochen und Essen schützen will, achtet möglichst auf saisonale Produkte.

Eine Woche lang schauen wir in den Spiegel: Wie können wir im Alltag unseren CO2-Ausstoß reduzieren?

svz.de von
30. November 2015, 19:42 Uhr

Zwei Grad. Morgens im Radio erzählen die Sprecher, was passiert, wenn wir dieses Ziel nicht erreichen. Dürren, Fluten, sterbende Eisbärbabys. „Schlimm“, denken wir, während wir an unserem Kaffee-Pappbecher nippend mit dem Auto zur Arbeit fahren. Dann läuft der neue Song von Adele. Wir drehen lauter. Ändern können wir das ja eh nicht. Oder? Eine Woche lang schauen wir uns mal ganz genau Finger. Machen wir eigentlich selbst genug in Sachen Klimaschutz?

Zirka 30 Kilogramm CO2 produziert ein Mensch in Deutschland pro Tag. Allein mit einem Kilogramm können ganze 204 handelsübliche Ballons gefüllt werden. Das heißt, pro Tag könnte jeder von uns mit seinem CO2-Ausstoß etwa 6000 Luftballons steigen lassen. Wahrscheinlich wäre es ganz schön dunkel am Himmel. Wo also können wir sparen?

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Es ist noch früh am Morgen im Büro. Die meisten Kollegen sind noch nicht da. Dennoch blinkt an jedem zweiten Rechner eine Monitor-Lampe. Passiert. Was machen die fünf Lämpchen schon aus? Die Antwort ist: 220 Kilogramm CO2. Das ist laut WWF der Jahreswert von fünf Geräten mit je zehn Watt Stand-By-Leistung. Also aus damit. Schwups: 44  880 Ballons weniger am Himmel.

Ja ja. Geräte fressen Strom. Wir wissen es. Und dennoch: hier der Wlan-Router, dort das Telefon, der Drucker, das Fax-Gerät. Das alles wird nachts eh nicht gebraucht. Aber Hand aufs Herz. Wer macht diese Geräte vor dem Feierabend im Büro wirklich aus? Abschalten lohnt sich – übrigens auch in der Mittagspause. Der Satz, dass Einschalten mehr Strom verbrauche, als anlassen, ist längst nur noch ein Mythos.

Und dann ist da noch die Sache mit dem Papier. In vielen Büros wird einfach alles ausgedruckt. Machen Sie doch einmal den Test und sammeln sie ihr Altpapier. Ist das wirklich alles nötig? Pro Kopf verbrauchen wir im Schnitt 200 Kilogramm Papier im Jahr. Laut Bundesumweltamt wären nur 40 nötig. Noch einmal 10  200 Ballons weniger pro Person. Wer aufs Drucken nicht verzichten will, sollte Recycling-Papier nutzen. Damit lässt sich der CO2-Wert noch einmal stark reduzieren.

Wenn dann das Papier seinen Zweck erfüllt hat – natürlich beidseitig genutzt – landet es natürlich im Papierkorb. Wahrscheinlich hat jeder einen unter seinem Schreibtisch stehen. Und wahrscheinlich kann sich auch jeder täglich über eine neue Plastiktüte freuen, die den Müll auffängt. Doch das wäre nicht nötig, wenn in einem Papierkorb eben nur Papier lände und Abfall im zentralen Abfalleimer. 90 Gramm CO2-Ausstoß kostet uns eine Plastik-Tüte. Wie viele Tüten verbrauchen Sie in ihrem Büro?

Es sind nur Kleinigkeiten, die nicht nur der Umwelt helfen, sondern auch richtig Geld sparen. Würde jeder der 17 Millionen Büro-Angestellten in Deutschland auf eine Tackerklammer am Tag verzichten, könnten so ganz einfach 200 Tonnen Stahl eingespart werden. Greifen Sie lieber zu USB-Sticks, statt zu CD’s. Versuchen Sie umweltfreundliche Stifte und Klebstoffe zu nutzen. Lüften Sie nur wenn es nötig ist und lassen Sie nicht das Fenster den ganzen Tag auf. Und: Versuchen Sie, so oft es geht mit dem Fahrrad statt mit dem Auto oder Bus zu fahren. Schwups: Wieder Tausende Ballons weniger.

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