Aufruf auf Instagram : Influencerin fragt nach Spenden für BahnCard 100 – und erntet Shitstorm

Die Influencerin Louisa Dellert befasst sich auf ihrem Instagram-Account mit den Themen Nachhaltigkeit und Politik.
Die Influencerin Louisa Dellert befasst sich auf ihrem Instagram-Account mit den Themen Nachhaltigkeit und Politik.

Die Bitte um finanzielle Unterstützung kommt nicht bei allen gut an.

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17. Juli 2019, 22:22 Uhr

Hamburg | "Ich habe mir ein finanzielles Unterstützungskonto eingerichtet", mit diesen Worten wendet sich die Nachhaltigkeitsbloggerin Louisa Dellert auf ihrem Instagram-Kanal an ihre Follower. In einem Video erklärt die 29-Jährige, dass sie mit ihrer Arbeit derzeit nicht genug Geld verdiene, um ihre Miete und Reisen zu bezahlen.

Aus ethischen Gründen lehne sie viele Kooperationsanfragen von Unternehmen ab, wolle sich auch nicht von einer Partei abhängig machen und müsse für Recherchereisen, ihren Kameramann und Übernachtungen viel aus eigener Tasche bezahlen. "Mit dem, was ich auf Instagram mache, verdiene ich nicht viel Geld", so Dellert. Ihren Unterhalt zu bezahlen, werde so immer schwieriger.

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"Such dir einen richtigen Job"

Doch viele können die Bitte der Influencerin nicht verstehen und reagieren wütend: "Wenn man von einem Job nicht leben kann, dann sollte man sich einen anderen suchen", meint eine Frau in den Kommentaren. "Das ist das bisher Unangenehmste, was ich von Influencern sehen musste."

"henry_thegoldie" findet: "Ganz ehrlich, kein Verständnis dafür. Dann musst du dir – wie wir alle hier – einen richtigen Job suchen."

Auch die Userin "fashionista_and_love" reagiert mit Unverständnis: "Du sagst, du lehnst viele Kooperationen aus ethischen Gründen ab, aber findest es in Ordnung, "normale' Leute, die 5-6 Tage unter der Woche hart für ihr Geld arbeiten, anzuhauen einer 'Bloggerin' Geld zu überweisen? Also Deinen Ethik Grundsatz verstehe ich nicht..."

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Dellert erhält auch viel Zuspruch

Doch Dellert erfährt auch viel Zuspruch und Unterstützung: "Was soll das ganze Unverständnis? Bekommt ihr alle euer Netflix Abo geschenkt, zahlt keine Rundfunkgebühren und kriegt kostenlose Zeitungen am Kiosk?", fragt "mirellativegals". Viele raten ihr außerdem, sich nicht für ihren Aufruf zu rechtfertigen. "Bei all dem Hate, etwas Liebe: Das ist genau der richtige Weg, lass dir nichts einreden. Das ist der Job, für den du dich entschieden hast. Der dich viel Zeit und Kraft und Nerven gekostet hat", schreibt "milenskaya ".

Mittlerweile hat sich Dellert in einem weiteren Video zu den vielen Kommentaren geäußert, bedankt sich für die konstruktive Kritik und stellt klar: "Ich habe kein Geld verlangt, sondern nur gefragt und niemanden genötigt." Sachlich und ruhig erklärt sie, dass sie die Aufregung zwar verstehen könne, man auf Instagram mit den Themen Nachhatigkeit und Politik aktuell aber sehr schwer Geld verdienen könne. Zu einem Dauerzustand solle der Spendenaufruf aber nicht werden.

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In Kürze 7000 Euro gespendet

Dass viele von Dellerts 381.000 Followern ihre Arbeit für unterstützenswert halten, zeigt dann auch ein aktueller Beitrag der Influencerin: "Mit den 7.300 Euro werden folgende Dinge bezahlt: eine BahnCard100 mit welcher ich ausschließlich zu Terminen fahre wie Schulbesuche, Recherchearbeiten oder Interviews wie z.B. mit der Verpackungsindustrie."

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