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Geschenke-Tipps für Weihnachten : In letzter Minute

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Wieder auf den letzten Drücker unterwegs? Wir zeigen die besten Last-Minute-Geschenke und solche, die man besser nicht verschenkt.

svz.de von
erstellt am 20.Dez.2015 | 09:00 Uhr

Bitte gern!

Lecker: Süssigkeiten-Abo
Zuverlässiger Nachschub für Naschkatzen: Süßes und Knabbereien kommen mit einem Abonnement ins Haus, jeden Monat. Im Internet finden sich diverse Anbieter – auch solche, die exotische Leckereien aus aller Welt verschicken, die im Geschäft selten zu bekommen sind. Wer es lieber gesund mag: Auch Bio-Kisten mit Obst und Gemüse aus der Region oder Müsli-Abos können bestellt werden.

Selbstgemacht: gebrannte Mandeln
Liebevoll und lecker zugleich sind selbstgemachte Süßigkeiten. Schnell und einfach  gehen gebrannte Mandeln. Sie brauchen: 125 Milliliter Wasser, 200 Gramm Zucker, 200 Gramm ungeschälte Mandeln, 1 Esslöffel Vanillezucker, 1 halber Teelöffel Zimt. Zubereitung: Wasser, Zucker, Vanillezucker und Zimt in einer beschichteten Pfanne kurz aufkochen lassen. Die Mandeln dazugeben und weiterkochen lassen, bis das Wasser verdunstet ist und die Mandeln von Zucker überzogen sind. Jetzt so lange weiterrühren, bis der Zucker karamellisiert. Sobald alle Mandeln gleichmäßig überzogen sind, die heißen Mandeln zum Auskühlen auf ein Blech mit Backpapier legen.

Arbeitseinsatz: Gutschein für einen Liebes- oder Freundschaftsdienst
Der Klassiker auf den letzten Drücker: ein Gutschein. Klar kann man ihn noch schnell in der Parfümerie oder der Buchhandlung besorgen. Bücher sind schließlich der Renner der Last-Minute-Weihnachtspräsente. Für mindestens genauso viel Freude – und etwas mehr Individualität – sorgt jedoch ein Coupon, der Hilfe schenkt:  einen Abend Babysitten, für die Arbeit im Garten, im Haushalt oder für eine Autowäsche.

Für Verliebte: Heiratsantrag
Klassisch-romantisch: Sie bitten Ihren/Ihre Liebste(n) unterm Tannenbaum, Sie zu heiraten. Um die Ernsthaftigkeit Ihres Antrags zu untermauern – und das Ganze noch mit einem tollen Urlaub zu verbinden – , präsentieren Sie sogleich zwei Flugtickets nach Las Vegas. Beim  hiesigen Standesamt müssten Sie vorher nämlich zu zweit oder mit einer Vollmacht Ihres Partners erscheinen, um einen Trauungstermin festzulegen – dann wäre die Überraschung futsch.

Entspannen: Wellness-Tag
Abschalten nach dem Weihnachtsstress: Geht super in der Sauna. Dazwischen Schwimmen und eine ausgiebige Massage. Das alles gibt’s in vielen  Schwimmbädern. Und es hilft, für ein paar Stunden der dunklen, kalten Jahreszeit zu entfliehen. Falls der oder die Beschenkte sich lieber in den eigenen vier Wänden verwöhnen lässt: Stellen Sie in der Drogerie oder Parfümerie einen Wellness-Korb mit Duschgel, Bodylotion, Massageschwamm und Duftlampe zusammen.

Bitte nicht!

Haushaltsgeräte: Messer und Mixer
Nein. Mixer, Bügeleisen oder so „tolle Helfer“ wie elektrische Messer oder  Zahnbürsten gehören nicht unter den Tannenbaum. Möchten Sie trotzdem nicht darauf verzichten, sie  zu verschenken – weil sie „so schön praktisch“ sind –   können Sie sich schon mal darauf einstellen, dass beim Fest der Liebe letztere diesmal etwas zu kurz kommt. Selber schuld.

Blamabel: Kleidung mit Weihnachtsmotiven
Natürlich: Männer sind Kinder. Aber das heißt doch nicht, dass sie sich auch so anziehen müssen! Bei einem Fünfjährigen mag Bob der Baumeister auf der Unterhose ja ganz putzig sein. Aber ein Fünfzigjähriger mit Rentier Rudolph auf dem Strickpulli oder dem Weihnachtsmann auf der Krawatte? Vom Ästhetischen mal abgesehen: Die Saison für solche Geschmacklosigkeiten ist äußerst kurz. Zum Glück.

Top-Flop: digitaler Bilderrahmen
„Hübsch hässlich haben Sie’s hier“, sagte Heinz Erhardt. Das war komisch. Nicht so  komisch finden viele Leute einen digitalen Bilderrahmen: Der landete bei einer Umfrage auf Platz Eins der unbeliebtesten Weihnachtsgeschenke. Sterile, schmucklose Plastikkästen, in denen sich Bilder bewegen, heißen Fernseher oder Computer, und die stehen schon in jedem Haushalt. An die Wand gehören schöne Rahmen aus Holz oder Metall. Die bekommen Sie übrigens auch jetzt noch auf die Schnelle.

Oberlehrerhaft: der Duden
Du nix deutsch – oder was bitte soll dem Beschenkten so eine Weihnachtsgabe sagen? Pädagogisch wertvolle Geschenke sind etwas für Kinder, und auch die freuen sich meistens nicht halb so sehr darüber, wie ihre Eltern es gern hätten. Aber einem Erwachsenen ein Wörterbuch zu schenken – ohne, dass es ausdrücklich gewünscht wurde – ist einfach daneben. Solche Schlaumeier-Schenker dürfen nächstes Jahr allein feiern.

Schwerwiegender Fehler: Personenwaage
„Oh, Du findest mich also zu dick? Sehr charmant, Schatzi!“  Eine sichere Bank, wenn Sie an den Feiertagen unbedingt Knatsch haben wollen. Gut geeignet aber auch, wenn Sie gerne längerfristig planen: wieder allein zu leben etwa. Aber dann können Sie sich ja einen dünneren Partner suchen. Oder, falls doch nötig, zum nächsten Fest ein Diät-Kochbuch verschenken. Oder einen Gutschein fürs Fitness-Studio.

Dicker Brocken: Briefbeschwerer
Ein Geschenk nach dem Motto: Das Unansehnliche mit dem Nutzlosen verbinden. Einen Briefbeschwerer braucht nun wirklich niemand. Wer bekommt heute schon noch nette Briefe, die unbedingt aufbewahrt werden müssen? Und selbst wenn: Die brauchen doch nicht beschwert, sondern einfach in die Schublade gelegt zu werden. Niemand, außer Ihnen vielleicht, schaut sich gern den Gesteinsklumpen an, den Sie aus Ihrem letzten Nordseeurlaub angeschleppt haben.

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