Promi-Bestattungen 2016 : „Ich hätt’ so gern Tschüss gesagt“

 Fotos: dpa/Collage: CRI.P
Fotos: dpa/Collage: CRI.P

Die bewegendsten und ungewöhnlichsten Promi-Bestattungen 2016

svz.de von
30. Dezember 2016, 12:32 Uhr

Im Jahr 2016 sind besonders viele prominente Menschen gestorben, zuletzt der Sänger George Michael und „Star Wars“-Darstellerin Carrie Fisher. Die Anteilnahme der Fans war und ist in den Sozialen Medien groß, auch weil sie nicht bei den Beerdigungen oder Trauerfeiern persönlich von ihren Idolen Abschied nehmen konnten. Die meisten Stars wurden geheim und nur im engen Familienkreis bestattet. Mymoria, das erste digitale Bestattungshaus, hat die bewegendsten und ungewöhnlichsten Bestattungen von Prominenten im Jahr 2016 zusammengestellt:


Manfred Krug: Der Schauspieler und Sänger Manfred Krug hatte sich eine Bestattung nur im engsten Familien- und Freundeskreis gewünscht. Im Oktober war er im Alter von 79 Jahren verstorben. Zur geheim gehaltenen Beerdigung kamen 50 Angehörige, Freunde und Kollegen des Stars. Am 3. November wurde die Urne auf dem Südwestkirchhof in Stahnsdorf unter einem Baum beigesetzt. Am Stadtrand von Berlin ruht der Wahlberliner nun neben Persönlichkeiten wie Heinrich Zille und Regisseur Friedrich-Wilhelm Murnau.

David Bowie: Die im Januar 2016 verstorbene Musiker-Legende David Bowie hatte vor seinem Tod mit seiner Frau Iman abgesprochen, ganz ohne Familie und ohne Trauerfeier eingeäschert zu werden. In seinem Testament hat er zusätzlich verfügt, dass seine Asche auf der indonesischen Insel Bali verteilt werden soll, wo er einige Zeit gelebt hatte. Die Bestattung sollte nach buddhistischem Ritus im privaten Kreis stattfinden.

Henning Voscherau: Der ehemalige Hamburger Bürgermeister hatte eine besondere Beziehung zum Thalia Theater. Schon als Kind hat er hier oft seinen Vater besucht, der Schauspieler war. Als Voscherau im August 2016 im Alter von 75 Jahren starb, entschied sich seine Familie für eine Trauerfeier an diesem besonderen Ort. Ein weißer Kranz bedeckte den Sarg auf der Bühne, drei schlichte Kränze aus roten Rosen umringten ihn zusammen mit einem Portrait von Henning Voscherau. Nach der Trauerfeier fuhr der Wagen mit dem Sarg vorbei am Hamburger Rathaus, dem langjährigen Arbeitsort Voscheraus zur letzten Ruhestätte auf dem Friedhof Ohlsdorf.

Erika Berger: Im Mai 2016 ist die Moderatorin Erika Berger im Alter von 76 Jahren verstorben. Ihr Partner hat ihr mit einer handschriftlichen Traueranzeige berührende Worte mitgegeben: „Erika, danke für all die Schmetterlingsflügelchen und all die Museumstage, die Du mir geschenkt hast. In tiefer Liebe, Manfred.“ Beigesetzt wurde Erika Berger auf dem Kölner Melaten-Friedhof.


Bud Spencer: Der beliebte italienische Schauspieler Bud Spencer, der bürgerlich Carlo Pedersoli hieß, wurde in Rom mit tosendem Applaus von seinen Fans verabschiedet. Als der Sarg bei einer Prozession durch die Straßen zur Kirche Santa Maria getragen wurde, spielte eine Live-Band Stücke aus seinen Filmen. Eine große Menschenmenge erwies ihrem Idol tanzend die letzte Ehre, darunter auch sein Freund und Filmpartner Terence Hill, der bei der Trauerfeier eine Rede hielt.

Prince: Der weltbekannte Sänger war im April 2016 im Alter von 57 Jahren auf seinem Anwesen Paisley Park gestorben. Kurz danach wurde er eingeäschert. Neben dem kleinen privaten Abschied im Kreis der Familie gab es mehrere offizielle und inoffizielle Trauerfeiern.

Im Oktober wurde bekannt, dass die ungewöhnliche Urne von Prince, für alle Besucher sichtbar, im Eingangsbereich seines letzten Wohnsitzes und Ton-Studios Paisley Park steht. Sie ist ein Miniatur-Modell des Anwesens, inklusive lila Mini-Klavier im Inneren.

Oleg Popow: Während einer Tournee durch Russland war der russische Clown Oleg Popow im Alter von 86 Jahren verstorben. Für die erste Trauerfeier wurde er dort in einer Manege offen aufgebahrt, gekleidet im Clownskostüm.

Auch die eigentliche Bestattung im oberfränkischen Egloffstein war farbenfroh gestaltet. Bunte Blumen und Luftballons schmückten den Sarg und das Grab.

Roger Cicero: Zur Trauerfeier des mit 45 Jahren früh verstorbenen Sängers Roger Cicero kamen neben der Familie auch viele seiner Kollegen und Freunde in eine Kirche in Hamburg. Spätestens als zum Abschied die Stimme des Musikers selbst erklang, hatten viele Gäste Tränen in den Augen. Am Ende der Trauerfeier wurde Ciceros Lied „Ich hätt’ so gern noch Tschüss gesagt“ gespielt.

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