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Zwei Tote in Bimöhlen : Hubschrauber-Absturz: Thomas de Maizière spricht vor Ort

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Zwei Menschen kamen bei einem Hubschrauber-Absturz bei Bimöhlen nahe Neumünster ums Leben, der Pilot wurde schwer verletzt.

svz.de von
erstellt am 25.Feb.2016 | 22:26 Uhr

In Bimöhlen (Kreis Segeberg) ist am Donnerstagabend gegen 20 Uhr ein Hubschrauber abgestürzt. Er war nach ersten Erkenntnissen mit drei Personen besetzt. Zwei der Insassen starben noch an der Unglücksstelle. Ein weiteres Besatzungsmitglied wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) zeigte sich nach dem tödlichen Hubschrauberabsturz erschüttert. „Meine Gedanken und mein tief empfundenes Beileid ist bei den Angehörigen der ums Leben gekommenen und des schwer verletzten Kollegen“, ließ der Minister am Donnerstagabend mitteilen. Bereits heute ist de Maizière nach Bimöhlen gekommen. Er dankte den Helfern in Trauer um die Männer, die bei einer Übung starben.

Es handelt sich um einen Hubschrauber der Bundespolizei vom Typ Eurocopter 135. Der 33-jährige Co-Pilot und ein 42-jähriger Mitinsasse starben noch an der Unglücksstelle. Der 31-jährige Pilot überlebte und wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Lebensgefahr könne nicht ausgeschlossen werden, teilte die Polizei am frühen Freitagmorgen mit.

Der Hubschrauber ist auf einem Feld am Ortsrand abgestürzt, etwa fünf Kilometer vom Flugplatz Fuhlendorf entfernt. Die Insassen des Hubschraubers befanden sich auf einem Nacht-Übungsflug und waren in Fuhlendorf gestartet. Gebäude oder Unbeteiligte wurden nicht in Mitleidenschaft gezogen, sagt die Polizei in Bad Segeberg. Nur einige hundert Meter entfernt liegt nach Angaben der Polizei ein Fußballplatz, wo zum Zeitpunkt des Absturzes noch gespielt wurde. Kurz vor dem Absturz habe der Pilot noch einen Funkspruch abgesetzt, der allerdings nicht mehr verstanden werden konnte, heißt es in einem Bericht auf der Onlineseite der Kieler Nachrichten.

Auf dem Feld werden die verstreuten Wrackteile gesucht. Die Ursache für den Absturz ist noch unklar. Die Kriminalpolizei Bad Segeberg hat die Ermittlungen aufgenommen. Mitarbeiter von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung aus Braunschweig sollen den Unglücksort untersuchen.

Ein Hubschrauber der Bundespolizeifliegerstaffel Fuhlendorf vom Typ EC 155 von Eurocopter.

Ein Hubschrauber der Bundespolizeifliegerstaffel Fuhlendorf vom Typ EC 155 von Eurocopter.

Foto: Iwersen

Die Absturzstelle ist nahe dem Flugplatz der Fliegerstaffel. Von Fuhlendorf aus startet die Bundespolizei zur Überwachung der Seegebiete in Nord- und Ostsee. Die Staffel umfasst 21 Hubschrauber unterschiedlichen Typs. In Deutschland hat es bislang keinen Absturz des seit den 90er-Jahren eingesetzten Hubschrauber-Typs gegeben, der unter anderem zur Luftrettung sowie zur Verfolgung von Straftätern eingesetzt wird. In den Jahren 2006 und 2008 kam es allerdings zu Abstürzen in Österreich sowie Ende 2013 zu einem Absturz in Schottland.

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