Blog Trends 2016 : Hier lohnt ein Klick

Blogs gibt es wie Sand am Meer und zu den unterschiedlichsten Themen - Wir zeigen, welche digitalen Tagebücher den Besuch lohnen

svz.de von
24. Januar 2016, 20:45 Uhr

Tagebücher haben die Eigenschaft, geheim zu sein. Nicht so Blogs. Diese digitalen Tagebücher sind dazu gedacht, mit den eigenen Gedanken, persönlichen Eindrücken oder Kritik an Politik oder Gesellschaft ein möglichst breites Internet-Publikum zu erreichen.

Welche digitalen Tagebücher dabei den Besuch lohnen:

„Dog Shaming“

„Ich habe mich in der Nähe von Toilettenpapier nicht unter Kontrolle“, steht auf dem Zettel. Der drei Monate alte Welpe guckt betreten in die Kamera, so wie der junge Husky, der im zerbrochenen Plastik vor folgendem Zettel sitzt: „Ich habe mich gebadet und danach die Wanne zerstört!“ Es sind Hundebesitzer, die ihre Vierbeiner nach deren Vergehen als Genugtuung zumindest im Internet ein bisschen an den Pranger stellen wollen. Auf „Dog Shaming“ (Hunde schämen sich) fotografieren Herrchen und Frauchen ihre Tiere mit schriftlichem Schuldeingeständnis – Hundeblick inklusive.

Am Pranger: „Ich habe mich in der Nähe von Toilettenpapier nicht unter Kontrolle“, steht auf dem Zettel. Die Besitzer des Welpen stellten sein Schuldeingeständnis ins Netz.
Dog Shaming
Am Pranger: „Ich habe mich in der Nähe von Toilettenpapier nicht unter Kontrolle“, steht auf dem Zettel. Die Besitzer des Welpen stellten sein Schuldeingeständnis ins Netz.
Was ist ein Blog?

Ein Weblog (kurz: Blog) ist eine tagebuchartig geführte Internetseite, die fortlaufend mit neuen Einträgen gefüllt wird. Die Texte sind für alle Nutzer sichtbar, sie können in der Regel kommentiert und untereinander vernetzt werden.

Der Begriff „Weblog“ ist eine Zusammensetzung aus „Web“ (Netz) und „Log“ (Logbuch). Die ersten Blogs in den 1990er Jahren funktionierten wie öffentliche Notizbücher, in denen Nutzer über persönliche Erlebnisse berichteten. Heute dienen sie oft als digitale Diskussionsplattformen zu bestimmten Themen. Viele Zeitungen, Unternehmen und Organisationen haben inzwischen ihren eigenen Blog.

Neben themenbasierten Blogs gibt es „Watchblogs“. Darin wird zum Beispiel das Verhalten von Politikern, Firmen oder Medien kritisch betrachtet. Manche Blogger haben den Anspruch, eine alternative „Gegenöffentlichkeit“ zu den etablierten Medien zu schaffen.

Unterschiedlichen Schätzungen zufolge gibt es zwischen 200 und 300 Millionen Blogs in der sogenannten Blogosphäre.

„Dandy Diary“

„Dandy Diary“ ist ein weiterer Mode-Blog, allerdings dieses Mal für Männer. Bereits seit 2010 bloggen dort David Kurt Karl Roth – er gibt tatsächlich diesen Überlänge-Namen an – und Carl Jakob Haupt über Mode und Lifestyle für den modebewussten Herrn. Auch modepolitische Themen, wie die Debatte um Magermodels greifen sie auf. Richtig bekannt wurden die beiden Blogger 2012 mit einem Mode-Clip mit Pornoszenen zum Start der Berliner Fashion Week – präsentiert in einem Sexshop.

Männer sind Modemuffel? Nicht bei Dandy Diary
Männer sind Modemuffel? Nicht bei Dandy Diary

Ask Helmut“

Löst „Ask Helmut“ „Mit Vergnügen“ ab? Beide Blogs geben Ausgeh-Tipps für Berlin (daneben Leipzig beziehungsweise Hamburg). Helmut meint aber, nicht nur zu wissen, was in der Stadt los ist, sondern auch, was zu seinen Lesern passt – egal ob Musik, Theater, Tanz, Film oder Kunst. Wer sich anmeldet, kann sich Veranstaltungen und Orte auf einer Liste merken und bekommt auf dieser Basis Empfehlungen.

Auf AskHelmut finden sich Veranstaltungstipps für die Großstadt im modernen Stil.
Auf AskHelmut finden sich Veranstaltungstipps für die Großstadt im modernen Stil.

„Plötzblog“

Lutz Geißler ist eigentlich Geologe, backt aber laufend Brot und bloggt darüber. Auf dem „Plötzblog“ erklärt er das so: „Geologie und Brotbacken sind thematisch ... gar nicht so weit voneinander entfernt.“ Es geht dann um den versteinerten Brotlaib, Brotkrustenbombe und Kissenlava. Vor allem aber teilt Geißler auf dem Blog Rezepte und Fotos seiner Backkünste.

Auf Plötzblog gibt es ausschließlich Rezepte für Brote.
Auf Plötzblog gibt es ausschließlich Rezepte für Brote.

„Positiviphy“

Eine Einladung zum Glücklichsein und Glücklichwerden ist der Motivations- und Lifestyleblog „Positiviphy“ von Antje Wickboldt. Die Rostockerin und ihr Blogger-Team stehen den Lesern mit Ratschlägen zur Seite, wie sie mit einer positiven Sicht auf die Dinge unter anderem mit Stress und Wut umgehen und sich von alltäglichen Ängsten und Zweifeln befreien können. Das Ziel des Blogs: mehr Offenheit im Leben, Toleranz gegenüber anderen und Liebe zum eigenen Körper.

„Turnschuhverlieb“

Um Themen wie Laufen, Fitness, eine ausgewogene Ernährung und alles, was mit einer gesunden Lebensweise zu tun hat, dreht sich der Blog „Turnschuhverlieb“. Ulrike Kulling zum Anliegen ihres Blogs: „Ich möchte andere Personen motivieren und inspirieren einen positiven Lebenswandel zu durchleben.“ Die Rostockerin teilt mit ihren Lesern ihr liebstes Hobby: das Langstreckenlaufen. Sie erstellt eigene Laufberichte und gibt praktische Tipps, beispielsweise zum Kauf der richtigen Bekleidung und Lebensmittel speziell für Sportler.

Ulrike Kulling aus Rostock teilt mit den Lesern ihres Blogs „Turnschuhverliebt“ die Leidenschaft fürs Laufen und eine gesunde Lebensweise.
Ulrike Kulling aus Rostock teilt mit den Lesern ihres Blogs „Turnschuhverliebt“ die Leidenschaft fürs Laufen und eine gesunde Lebensweise.

„Explorers Life“

Nils Heilmann liebt das Reisen und die Fotografie. In seinem Reiseblog „Explorers Life“ vereint der Schweriner beide Leidenschaften. In spannenden Blickwinkeln hält er die einzigartige Atmosphäre und die ungewöhnliche Architektur seiner Reiseziele mit der Kamera fest. Nebenbei erfährt der Leser, wo es sich gut essen lässt und was sonst sehenswert und erlebenswert ist. Auch Tipps zur Reiseplanung kommen nicht zu kurz. Wie finde ich das passende Urlaubsziel, wie kann ich Geld bei der Flugbuchung sparen und welche Unterkunft ist die richtige für mich? Nils Heilmann hilft weiter.

„OfficeLovin'“

Für unzählige Angestellte dürften die Begriffe „Liebe“ und „Arbeitsplatz“ als unvereinbare Gegensätze des Alltags gelten. Doch Startups und Großkonzerne wie Google und Facebook verwandeln diese Anti-Begriffe schrittweise in Synonyme. So auch bei „OfficeLovin'“: Mit Fotos aus schicken, modernen Büros junger Unternehmen wird deutlich, wie cool, komfortabel und schick sich Arbeitsplätze einrichten lassen. Der Blog hatte etwa Exklusivfotos der Büros vom Bewertungsportal Yelp und dem Musikdienst Spotify.

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