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Weltlachtag : Heute schon gelacht?

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

1. Mai ist Weltlachtag: Experten loben die positiven Wirkungen des Humors

Jemand erzählt einen tollen Witz – und blitzschnell geht es los: Alle kringeln sich vor Lachen, halten manchmal inne zum Luftholen, schauen sich kurz an – und lachen weiter. Denn dieser Witz war einfach irre komisch!

Aber warum freuen wir Menschen uns eigentlich gemeinsam so laut? Über die Gründe haben sich in den vergangenen Jahren zahlreiche Mediziner und Forscher Gedanken gemacht. So wie Carsten Niemitz. Der Humanbiologe glaubt: Lachen macht nicht nur Spaß, sondern es ist auch nützlich für uns. Genau deshalb habe die Natur das im Laufe der Zeit so eingerichtet, sagte der Lachexperte 2012 in einem Interview. „Lachen ist eine Botschaft an alle anderen. Das verbindet Menschen miteinander. So zeigen wir uns gegenseitig, dass wir uns gemeinsam freuen und dass wir uns prima finden. Wer miteinander lacht, gehört zusammen.“

Für den Psychiater und Leiter eines Forschungsbereichs an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Charité Berlin, Mazda Adli, ist „Lachen ist die billigste Medizin“. „Keine andere Medizin ist so schnell und jederzeit verfügbar“, sagte der Arzt 2006.

„Lachen entspannt die Muskeln und das Gemüt, steigert die Abwehrkräfte und fördert die Durchblutung, so dass auch die Haut einen frischeren Teint hat“, sagte Adli. Durch das Lachen werde außerdem der Stresshormonspiegel gesenkt. Dadurch erscheinen nach dem Lachen auch die Alltagsprobleme nicht mehr so wichtig. „Tägliches Lachen erspart viel Stress und Krankheiten.“

Der Arzt Eckart von Hirschhausen empfiehlt, einfach mal häufiger zu lachen, auch wenn es zunächst künstlich wirke. Beim Lachen sei es ein bisschen wie beim Sex: „Es macht einen Riesenunterschied, ob man zuschaut oder mitmacht“, sagte der Mediziner und Kabarettist vor knapp vier Jahren.

Eckart von Hirschhausen unterstützt mit seiner Stiftung „Humor hilft heilen“ Humor- und Lach-Projekte für Patienten. Zur Wirkung des Lachens auf kranke Menschen und den Heilungsverlauf sagte er kürzlich in Greifswald: „Ich schlage einen kleinen Selbstversuch vor: Hauen Sie sich zweimal mit dem Hammer auf den eigenen Daumen. Einmal alleine - und dann nochmal in Gesellschaft. Bist du allein, tut es lange weh. Mit jemandem in der Nähe musst du lachen, und der Schmerz lässt nach.“

Deshalb sollten Menschen mit Schmerzen und anderen Problemen immer andere Menschen und etwas zu lachen haben, fügte der Experte hinzu.

Redewendungen

„Das wäre doch gelacht“: das müsste doch hinzukriegen sein

„Dass ich nicht lache“: das ist ja lächerlich

„Das Lachen vergeht jemandem“: wenn es plötzlich ernst wird

„nichts zu lachen haben“: es nicht leicht haben

„gut lachen haben“: wenn es einem besser als dem anderen geht

„sich einen Ast lachen“: sich vor Lachen krümmen

„Der lachende Dritte“: hat den Vorteil, wenn zwei sich streiten

„Wer zuletzt lacht, lacht am besten“: am Ende im Vorteil sein

„sich ins Fäustchen lachen“: heimliche Schadenfreude

„Da lachen ja die Hühner“: wenn etwas absurd ist

„Bargeld lacht“: Barzahlung erwünscht

„mit einem lachenden und einem weinenden Auge“: wenn man etwas teils erfreulich, teils unangenehm findet

„sardonisches Lachen“: höhnisches Lachen

„zum Lachen in den Keller gehen“: macht jemand, der humorlos ist

„Humor ist, wenn man trotzdem lacht“: Kommentar zu Missgeschick

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