Putz-Tipps von Oma : Heraus zum Frühjahrsputz

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Bald ist Frühlingsbeginn – Zeit zum Großreinemachen. Das Wochenend-Magazin hat Omas beste Tipps entstaubt und neu aufpoliert.

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13. März 2016, 09:00 Uhr

Tierhaare

Tierhaare sind oft genauso anhänglich wie die Haustiere, die sie verloren haben. Sofapolster, Wollpullover und Kofferraumteppiche sind da wahre Magneten. Kurze feste Haare bohren sich mit Vorliebe tief in den Stoff hinein und verhaken sich dort, wohingegen sich lange dünne Haare an die verschiedensten Materialien fest anschmiegen und wie festgeklebt erscheinen. Ein ganz normaler Haushaltsstaubsauger kommt hier schnell mal an seine Grenzen – einfach einmal Omas Geheimtipp probieren. Ein ganz normaler Haushaltshandschuh aus Gummi kann hier nämlich wahre Wunder wirken. Wer ihn auch noch ein wenig anfeuchtet, erhöht damit seine Reinigungskraft. Einfach überstreifen und damit dann über die entsprechenden Flächen streichen. Fertig. Falls das immer noch nicht hilft, hat Oma noch einen Plan B zur Hand: Klebeband. Dem ist dann ganz gewiss kein Haar mehr gewachsen. Allerdings sollte man es mit der Klebekraft auch nicht übertreiben. Wer den schönen neuen Kaschmirpullover mit Panzertape bearbeitet, darf sich nicht wundern, wenn man den Pulli anschließend nur noch zum Putzen anziehen kann.

Unschöne Gerüche

Manche Dinge lassen sich einfach nicht so gut in der Waschmaschine waschen. Wenn sie dann auch noch unschöne Gerüche verbreiten, kann einem das schnell stinken. Oma hat da natürlich gleich eine ganze Reihe von guten Tipps auf Lager. Tipp 1 ist die Schüssel mit Essig. Diese wird einfach über Nacht ins müffelnde Auto gestellt oder aber auch in die leere Fototasche. Fertig. Ist der Geruch am nächsten Morgen noch nicht verschwunden, kann man die gleiche Prozedur noch einmal mit einer Schüssel Kaffeepulver wiederholen. Wer so immer noch keinen Erfolg hat, der sollte einfach einmal einen Esslöffel voll Waschpulver in einem Glas warmen Wasser auflösen. Mit diesem Waschpulverwasser dann die entsprechenden Materialien einfach feucht abwischen – natürlich nur, sofern sie das auch vertragen. Wer will, stellt anschließend auch noch eine Schüssel mit Waschpulver über Nacht ins Auto oder in die Fototasche. Danach ist wieder jede Menge Platz für frischen Frühlingsduft.

Aufkleberreste

Wer nicht sein ganzes Leben lang mit dem „Abi-1975“-Aufkleber durch die Gegend fahren will, kann diesen natürlich auch wieder entfernen – theoretisch zumindest. Oft bleiben Kleberreste an der Autoscheibe zurück oder aber auch am Kühlschrank, je nachdem. Das muss natürlich nicht sein, denn es gibt ja Sonnenblumenöl. Damit lassen sich die Kleberreste ganz schön anlösen und nach einer gewissen Einwirkzeit dann abschrubben. Bei empfindlichen Oberflächen ist allerdings Vorsicht geboten, denn das Öl kann in unbehandelte Hölzer einziehen oder aber auch besondere Lacke etc. angreifen. Andererseits: Wer klebt schon einen Aufkleber auf diese schönen Materialien?

Wasserflecken

Hört sich komisch an, ist aber so: Wasserflecken entfernt man am besten mit Wasser. Ein bisschen warmes Wasser mit etwas Spülmittel wirkt oft Wunder. Einfach ein weiches Tuch damit anfeuchten, ein bisschen wischen und schrubben, fertig.

Hilft das nicht, dann hat Oma noch einen Geheimtipp parat, zumindest für den Fall, dass es sich um Holzoberflächen handelt: Ein wenig Salz in Sonnenblumenöl auflösen und den Fleck damit dann behandeln. Aber Vorsicht: Saugende und empfindliche Oberflächen, wie unbehandelte Hölzer, vertragen diese Prozedur oft nicht.

Dunkle Wasserflecken, die richtig tief eingezogen sind, wird man wohl ohnehin abschleifen oder übermalen müssen.

Kaugummi

Kaugummi klebt wunderschön. Mit ein bisschen Glück lässt es sich wieder entfernen, nachdem es ausgehärtet ist. Kleinere Gegenstände kann man in die Gefriertruhe legen, größeren Dingen ist mit einer Plastiktüte voll Eiswürfeln beizukommen. Das heruntergekühlte Kaugummi lässt sich dann mechanisch viel besser entfernen. Aber auch hier ist wieder Vorsicht angebracht: Manche weichen und empfindlichen Stoffe gehen eine innige Verbindung mit dem Kaugummi ein, so dass man hier besonders sorgsam arbeiten muss, um diese Materialien nicht zu beschädigen, sofern dies überhaupt möglich ist.

Frische Flecken aller Art

Wer das Rotweinglas noch umfallen sieht, hat Glück. Naja, ein bisschen zumindest, denn frische Flecken lassen sich im Allgemeinen einfacher wieder entfernen als eingetrocknete. Ganz wichtig: Jetzt bloß nicht reiben oder wischen! Einen frischen Fleck tupft man am besten vorsichtig mit einem saugfähigen weichen Tuch oder einem Papiertaschentuch weg. Ist das Gröbste erst einmal entfernt, kann der Druck langsam erhöht werden. Im Endeffekt geht es darum, so viel wie möglich vom Fleckenverursacher wieder aufzunehmen und zu entfernen. Leicht angetrocknete Flecken können auch wieder etwas angelöst werden, mit Wasser zum Beispiel. Oma nimmt für angetrocknete Rotweinflecken ein bisschen Weißwein. Damit lässt sich der Rotwein wieder auflösen und anschließend besser abtupfen. Die Prozedur muss allerdings manchmal auch mehrmals wiederholt werden. Aber der Teppich wird es einem danken.

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