TV-Serie : Guter Sex, langes Leben

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Die Paartherapeutin Ann-Marlene Henning klärt in der neuen Staffel der TV-Erfolgsserie „Make Love“ über Sex auf

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16. November 2014, 09:00 Uhr

Was hilft gegen Krankheiten aller Art, wirkt lebensverlängernd und lässt einen dabei auch noch jünger aussehen? Richtig: „Sex ist gesund“, sagt Ann-Marlene Henning. Als Sexologin und Paartherapeutin muss sie es wissen. Und Spaß soll es machen, auch im Alter. Wie das geht, erklärt und zeigt die gebürtige Dänin in der neuen Staffel der TV-Erfolgsserie „Make Love – Liebe machen kann man lernen“, die ab 16. November im MDR und zehn Tage später dann auch im SWR zu sehen ist.

Voll im multimedialen Trend, wird die AufklärungsDoku von einem umfangreichen Internet- und Hörfunkangebot begleitet. Schon vor einem Jahr hat „Make Love“ Rekordquoten eingefahren. Allein zum Auftakt im MDR waren 1,05 Millionen Zuschauer vor dem Fernseher, ein Spitzenwert für einen Regionalsender. Kurz darauf im SWR waren es immer noch 800 000. Die Abrufe der Einzelvideos auf der „Make Love“-Internetseite und die gesamten Folgen in den Mediatheken wurden allein in den ersten Wochen mehr als dreieinhalb Millionen Mal abgerufen. Daran wollen die Sender anknüpfen.


Gut fürs Aussehen und die Lebenswerwartung


Los geht die neue Reihe der für den Grimme-Online-Award nominierten Sendung mit dem Thema „Sex ab 40“ – immer von 22.00 Uhr an, des Jugendschutzes wegen. Der Akt im Alter, laut Henning ein zweischneidiges Schwert: „Weniger Herzinfarkte, Schlaganfälle, Prostatakrebs, Brustkrebs“, nennt sie die positiven Effekte. „Man lebt länger und sieht bis zu zehn Jahre jünger aus.“

Doch was ist mit Kreislauf-, Rückenbeschwerden und Gelenkschmerzen beim Senioren-Sex? „Das wird derjenige ja schon selber merken, welche Stellung dann genommen wird – entspanntere Stellungen oder welche, wo nicht so viel Belastung ist auf dem Hüftgelenk.“ Anschauungen liefert in der Sendung ein Modellpaar in exemplarischen Sexszenen. Henning lässt es Stellungen speziell für ältere Paare zeigen.

In der Lebensmitte so um die 40 verändern sich Körper und auch die Sexualität, meint sie. Es sei fast wie eine zweite Pubertät. „Die Werte verschieben sich. Im Gehirn verändern sich Dinge bei beiden Geschlechtern.“ Er brauche jetzt länger, kommt ein Mann zu Wort. „Aber bisher hat sich noch niemand darüber beschwert.“

In den weiteren Folgen geht es auch um Pornokonsum und sexuelle Unlust bei Männern. Experten-Interviews und Statistiken sollen die nötigen Fakten liefern. Hamburger Feuerwehrmänner werden zum Thema Lust befragt. Auch Landfrauen kommen zu Wort, etwa zu den Themen „Aufklärung in den 1950er Jahren“, „Verführung im Alltag“ oder „Selbstbefriedigung“.

Vorerst haben MDR und SWR drei neue Folgen im Programm. Doch im Erfolgsfall dürften die Sender auf den Rat der Sexologin hören: „Wenn der Mensch selber Lust hat, soll er einfach mal weitermachen.“


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