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Panorama

15. Dezember 2017 | 07:31 Uhr

George hat „Ja“ gesagt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Verliebt, verlobt, Venedig: Clooney und Alamuddin haben geheiratet – zwei Tage früher als erwartet

von
erstellt am 28.Sep.2014 | 12:18 Uhr

Zur Fahrt in den Hafen der Ehe musste George Clooney (53) noch ein paar Wellen meistern: Als der Hollywoodstar am Sonnabend im Wassertaxi „Amore“ von der Insel Giudecca zu seiner Verlobten Amal Alamuddin (36) ins Zentrum Venedigs schipperte, brachten ein Kreuzfahrtschiff und eine Fähre die Planken noch mächtig ins Schwanken. Doch in seinem tadellosen Smoking bewahrte Clooney neben Vater Nick lässig Haltung und lächelte das Schaukeln einfach weg. Es störte Clooney wohl auch nicht weiter, das etwa 30 Boote mit Paparazzi und Kamerateams den schwimmenden Hochzeitstross verfolgten.

Auch als die Party-Gesellschaft unter Geleitschutz der italienischen Wasserschutzpolizei in den Canal Grande einbog, blieb der Frauenschwarm seinem Image als Sunnyboy treu: Zu den Rufen „George, George“ winkte er gut gelaunt, aber leicht aufgeregt den Touristen und Venezianern am Ufer noch ein letztes Mal als Junggeselle zu. Dann ging er von Bord und verschwand wie alle anderen unter einem braunen Zeltvorbau, der die wenigen Meter vom Bootssteg bis zum Eingang zum Sieben-Sterne-Hotel Aman im Palazzo Papadopoli verdeckte.

Kurz danach war es vollbracht. Im Palazzo, wo eine der 24 Suiten zwischen 850 und 4000 Euro die Nacht kosten kann, gab sich das Paar bei einem Galadinner endlich das Jawort – nach wochenlangen Spekulationen und Geheimniskrämerei. Für Clooney war es das zweite Mal. Sein Freund, der frühere römische Bürgermeister Walter Veltroni, übernahm die Rolle des Standesbeamten und traute die beiden. Die Ehe soll heute im Rathaus von Venedig eingetragen werden.  Die 100 Gäste, die wie das frischverheiratete Paar im Luxushotel Cipriani auf Giudecca wohnen, feierten bis in die Nacht. Zu den Geladenen zählten die Schauspieler Bill Murray, Robert de Niro und Matt Damon, U2-Sänger Bono, das frühere Supermodel Cindy Crawford und Ehemann Rande Gerber sowie „Vogue“-Chefredakteurin Anna Wintour. Wie im Aman gefeiert wurde, blieb allerdings streng geheim.

Clooneys Junggesellen-Abschied in einem Nobelrestaurant und die folgenden Festivitäten standen unter höchster Geheimhaltung: Etwa 400 Sicherheitsleute schirmten die Gäste in den exklusiven Hotels ab. Kellner und anderes Hotelpersonal mussten ihre Handys abgeben. Das Schnappschussverbot galt selbst für Hochzeitsgäste. Doch lange wird das Hochzeitsalbum wohl nicht unter Verschluss bleiben. Wenn die Gerüchte stimmen, kommt demnächst die US-Ausgabe von „Vogue“ mit den Exklusivbildern auf den Markt.

Viele Bewohner konnten mit dem Hollywood-Glamour wenig anfangen: „Wir haben so viele Probleme hier, George ist so ziemlich das Letzte, was uns hier noch gefehlt hat“, meinte Francesca, eine Fahrkartenverkäuferin der Verkehrsbetriebe. Der Hotelbesitzer Matteo Secchi gab zu, dass die Stimmung ungewöhnlich schlecht sei. „Wir haben uns den ganzen Sommer über die Invasion des Massentourismus beschwert. Nun haben wir VIPs und sind auch nicht glücklich“, sagt Secchi, Mitglied der Protestorganisation Venessia.com.



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