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Abgestürzter Egyptair-Airbus : Flug MS804: Ägyptisches Militär zeigt erste Wrackteile

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Die Suche im Mittelmeer ist schwierig. Im Fokus: die Flugschreiber, die Erkenntnisse zum Absturz liefern könnten.

svz.de von
erstellt am 21.Mai.2016 | 14:54 Uhr

Kairo | Was geschah mit der Egyptair-Maschine, die während des Fluges von Paris nach Kairo vom Radar verschwand? Langsam werden mehr Details bekannt. So soll es unmittelbar vor dem Absturz der Egyptair-Maschine über dem Mittelmeer Rauchalarm an Bord des Airbus A320 gegeben haben - das wurde jetzt auch offiziell bestätigt. Der Rauch sei aus dem Toilettenbereich im vorderen Teil der Maschine gemeldet worden, sagte eine Sprecherin der französischen Behörde für Sicherheit der zivilen Luftfahrt BEA am Samstag in Paris. Dieser befindet sich bei Maschinen dieses Typs in direkter Nähe des Cockpits.

Vor dem Absturz seien entsprechende Signale des ACARS-Systems des Flugzeugs gesendet worden, hieß es von der BEA. Ein Rückschluss auf die Ursache des Unfalls sei damit aber nicht möglich. Dazu müssten zunächst die Flugschreiber gefunden und die Daten ausgewertet werden.

Das Expertennetzwerk „Aviation Herald“ veröffentlichte einen Auszug des Datenfunksystems ACARS, das automatisch Nachrichten zwischen Verkehrsflugzeugen und Bodenstationen übermittelt. Diese deuten auf ein plötzlich auftretendes Ereignis im rechten vorderen Bereich des Flugzeugs hin. Innerhalb kurzer Zeit seien auch Sensoren an Fenstern auf der rechten Seite, unter anderem im Cockpit, aktiviert worden. Eine Minute nach dem Rauchalarm an der Toilette registrierte das System außerdem Rauch an der Bordelektronik, die sich unter dem Cockpit befindet.

Die Daten lassen darauf schließen, dass der Störfall im Inneren des Flugzeuges auftrat. Als letzte Nachricht schickte das ACARS-System einen Hinweis auf den Ausfall eines Steuerungssystems. Das geschah um 2.29 Uhr Ortszeit - Momente, bevor der Flug MS804 vom Radar verschwand.

Am Samstag hat das ägyptische Militär zudem erste Aufnahmen von Trümmern der abgestürzten Egyptair-Maschine veröffentlicht. Sie zeigen Wrackteile des Flugzeugs, Sitze und Schwimmwesten sowie persönliche Gegenstände. Am Freitag hatte das Militär die ersten Trümmerteile sowie Opfer rund 290 Kilometer vor der ägyptischen Küste geortet.

Die Wrackteile wurden im Wasser gefunden.
Die Wrackteile wurden im Wasser gefunden. Foto: dpa
Auch persönliche Gegenstände der Passagiere sind dabei.
Auch persönliche Gegenstände der Passagiere sind dabei. Foto: dpa
 

So geht die Suche voran:

An der Suchaktion im Mittelmeer sind neben Ägypten auch Griechenland und Frankreich beteiligt. Dem griechischen Verteidigungsminister Kammenos zufolge ist unter anderem ein französisches Spezialschiff vor Ort, das den Meeresboden nach Wrackteilen absuchen kann. Das östliche Mittelmeer ist bis zu 4500 Meter tief.

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