Hamburg : Explosion auf S-Bahnhof Veddel – Verdächtiger flüchtig

Ein Entschärfer der Polizei untersucht den Tatort.

Ein Entschärfer der Polizei untersucht den Tatort.

Ein Unbekannter hatte offenbar Polenböller in einer Tüte deponiert. Eine Scheibe ging zu Bruch, verletzt wurde niemand.

von
18. Dezember 2017, 07:31 Uhr

Hamburg | Die Explosion auf dem Hamburger S-Bahnhof Veddel ging wahrscheinlich von einem sogenannten Polenböller aus. „Das ist unser derzeitiger Ermittlungsstand“, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur am Montagmorgen. Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gebe es nicht. Nach der kleinen Detonation am Sonntagabend war eine von mehreren Scheiben zu Bruch gegangen, die Wartende vor Wind und Wetter schützen sollen. Menschen wurden nicht verletzt.

Die Suche nach einem mutmaßlichen Täter war am frühen Montagmorgen nicht abgeschlossen. Nach Angaben der „Bild“ stieg vor der Explosion ein Mann aus der S-Bahn und stellte eine Plastiktüte auf dem Bahnsteig ab. In der Nacht bestätigte die Polizei den Fund einer Plastiktüte mit Pyrotechnik durch Sprengstoffexperten.

Die Polizei sperrte den Bahnhof weiträumig ab. Wie die S-Bahn über den Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte, stoppten Züge der Linie 3 zunächst nicht an der Station. Die Strecke konnten sie aber weiter befahren. Fahrgäste sollten auf Busse umsteigen. Am späten Abend wurde der Bahnhof wieder freigegeben.

Der Stadtteil Veddel und die gleichnamige S-Bahn-Station liegen direkt südlich der Hamburger Elbbrücken, den östlichen Einfahrtsrouten in die Stadt. Die Veddel galt früher wegen ihrer Anbindung an das Hafengebiet als traditioneller Arbeiterstadtteil, heute ist sie eher multikulturell, aber noch industriell geprägt. Hier leben rund 4700 Menschen. Rund 70 Prozent der Einwohner haben nach Angaben des Statistikamtes Nord einen Migrationshintergrund.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert