Endstation Gerichtssaal : Eltern klagen 30-jährigen Sohn aus dem Haus

<p>Hier wurde die Entscheidung über den Auszug des 30-jährigen Michael Rotondo getroffen, im New York State Supreme Court.</p>

Hier wurde die Entscheidung über den Auszug des 30-jährigen Michael Rotondo getroffen, im New York State Supreme Court.

Mark und Christina Rotondo haben alles versucht, um ihren Sohn zu bewegen, aus dem Elternhaus auszuziehen – ohne Erfolg. Jetzt klärt ein Gericht die Angelegenheit.

svz.de von
23. Mai 2018, 17:01 Uhr

Camillus | Was macht man, wenn der eigene Sohn partout nicht aus dem Elternhaus ausziehen will? Nun, Mark und Christina Rotondo aus Camillus im US-Staat New York haben so gut wie alles versucht. Nachdem aber weder freundliches Bitten, noch das mehrmalige Festsetzen von Fristen oder das Angebot zur finanziellen Unterstützung half, entschieden sie sich dazu, ihren eigenen Sohn Michael aus dem Haus zu klagen.

Aber weshalb will das Elternpaar den arbeitslosen Sohn überhaupt so dringend loswerden? Er zahle weder Miete noch beteilige er sich an den Haushaltsarbeiten oder mache sich sonst irgendwie nützlich. Er sei einfach nur da. Deshalb wollen sie, dass er auszieht und zwar besser heute als morgen.

Vor Gericht vertrat der 30-Jährige sich selbst und zeigte sich weitestgehend uneinsichtig. Seine Eltern hätten ihn nie gebeten, Miete zu zahlen oder im Haushalt zu helfen. Außerdem zitierte er einen ähnlichen Fall, bei dem jemand eine Gnadenfrist von sechs Monaten zugesprochen bekam – die wolle er auch. Allerdings ließ sich der Richter nicht von der kurzen Internetrecherche des Nesthockers beeindrucken und lehnte ab.

Dementsprechend absehbar war auch der Ausgang des Verfahrens vor dem New York State Supreme Court: Richter Donald Greenwood sagte, genug sei genug und er wolle, dass Michael aus dem Haus auszieht. Wann genau, das sollen aber die Eltern entscheiden und einen Termin bestimmen. Doch diese wollten sich nicht öffentlich dazu äußern - im Gegensatz zu ihrem Sohn, der sich zuversichtlich zeigte, eine 30-tägige Frist von seinen Eltern zugesprochen zu bekommen. Zeit, die er nutzen wolle, um Berufung einzulegen.

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