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Hamburg : Elbtower: „Größenwahn“ oder „große Chance“?

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Das neue geplante Wahrzeichen sorgt für geteilte Meinungen. Bei Twitter hagelt es Spott.

svz.de von
erstellt am 10.Mär.2017 | 10:38 Uhr

Hamburg | Bei den Reaktionen auf Hamburgs Hochhauspläne ist alles dabei - von „Größenwahn“ bis „große Chance“. Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) will an den Elbbrücken einen privat finanzierten 200-Meter-Wolkenratzer errichten lassen und sucht nach Investoren. Der Elbtower wäre das mit Abstand höchste Gebäude in der Stadt.

Die Reaktionen der örtlichen Politik fallen überwiegend positiv aus. CDU-Fraktionschef André Trepoll sprach von einem „richtigen Projekt an der richtigen Stelle“. Der FDP-Stadtentwicklungspolitiker Jens P. Meyer sieht den Elbtower als „mutiges und wichtiges Projekt“ und als Chance. Allerdings müsse Scholz unbedingt sein Versprechen halten, dass dafür kein Steuergeld fließen werde. Auch, so Meyer, soll die Öffentlichkeit mitreden. „Die Bewertung der eingereichten Angebote darf nicht im Hinterzimmer erfolgen, sondern muss transparent durch ein unabhängiges Expertengremium von hochklassigen Architekten und Vertretern der Immobilienwirtschaft erfolgen.“

Eher distanziert äußerte sich Scholz' Koalitionspartner. Grünen-Fraktionschef Anjes Tjarks sagte: „Für uns ist klar: Dieses Hochhaus wird es nur geben, wenn ein konkreter Entwurf die Menschen in Hamburg überzeugt.“ Die meisten Lokalmedien signalisierten Zustimmung zum ersten Wolkenkratzer an der Elbe. Die „Hamburger Morgenpost“ forderte gar: „Bitte mehr davon.“

Auch in den sozialen Netzwerken bewegte der Elbtower die Gemüter. Die Hamburger Architekten von „blauraum“ twitterten begeistert: „We like it.“

 

Ansonsten gab es im Netz aber überwiegend Ablehnung, bisweilen auch beißenden Spott. Viele Kritiker verwiesen auf das Elbphilharmonie-Desaster.

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