Auszeichnung für Comic-Figur : Ein Stern für Snoopy

 

 

So schafft es ein Hund auf den Walk of Fame

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03. November 2015, 10:00 Uhr

Einen Stammplatz hat er eigentlich schon: Am liebsten liegt Snoopy auf dem Dach seiner Hundehütte und denkt über Herrchen Charlie Brown, die Welt und sein Futter nach. Jetzt gibt es einen weiteren Platz, Millionen Menschen können ihn dort besuchen. Der von dem US-Zeichner Charles M. Schulz erfundene Cartoon-Beagle aus der weltbekannten „Peanuts“-Serie wird mit einer Sternenplakette auf Hollywoods Walk of Fame geehrt. Der 2563. Stern auf dem berühmten Bürgersteig neben Stars wie Humphrey Bogart, Alfred Hitchcock und Marilyn Monroe. „Snoopy liegt gleich neben dem Stern von Charles M. Schulz“, verrät Ana Martinez von der Handelskammer in Hollywood. Seit über 25 Jahren stellt das „Stargirl“ die Verleihzeremonien auf die Beine. Der legendäre Zeichner Schulz bekam seinen Stern 1996, vier Jahre vor seinem Tod.

Star-Beagle Snoopy hat den Stern ganz bestimmt verdient, doch wie kommt der Vierbeiner ausgerechnet jetzt zu dieser Ehre? „Man kann das nicht kaufen“, erklärt Martinez. „Man muss nominiert werden.“ Drahtzieher ist das Filmstudio 20th Century Fox. Diese Woche bringt es mit „Die Peanuts – Der Film“ einen neuen Trickfilm in die US-Kinos, in Deutschland läuft er Weihnachten an.

Die Auszeichnung gibt es nicht umsonst. 30 000 Dollar fließen pro Stern in die Kasse der Handelskammer. Aus diesem Topf werden Reparaturen, Reinigung und die feierliche Einweihung bezahlt.

„Für 2016 sind wir fast ausgebucht“, sagt Martinez. Alljährlich im Juni wählt ein fünfköpfiges Komitee aus etwa 300 Vorschlägen rund 30 Sternenempfänger aus. Platz gibt es genug auf dem knapp vier Kilometer langen Abschnitt des Hollywood Boulevards. „Wir legen einfach eine zweite Reihe an“, meint Martinez. Rund zehn Millionen Schaulustige aus aller Welt flanieren jedes Jahr über den Sternen-Boulevard. In glänzendem Messing werden dort die Namen mit rosafarbenen Sternen in schwarze Terrazzo-Platten eingelassen.

Einige große Namen fehlen aber in der Touristenmeile. „Robert Redford ist noch nie nominiert worden. Clint Eastwood wurde zwar ausgewählt, aber er ist nicht daran interessiert“, erzählt Martinez. Und Michael Douglas? „Den habe ich kürzlich vorgeschlagen, dass wir seinen Stern gleich neben den seines Vaters Kirk legen“. Die Idee fand er gut, beteuert das Stargirl. „Eines Tages vielleicht.“ Snoopy war schneller.

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