Nord-Ostsee-Kanal : Das erste Stück „Aida Nova“ quetscht sich durch Holtenauer Schleuse

Mit 42 Metern Breite und 120 Metern Länge bestand an der Holtenauer Schleuse nur wenig Spielraum.

Mit 42 Metern Breite und 120 Metern Länge bestand an der Holtenauer Schleuse nur wenig Spielraum.

Zwei Schlepper bugsierten eines von zwei gigantischen Modulen durch die Nordkammer. Sie sind auf dem Weg nach Papenburg.

svz.de von
27. September 2017, 09:23 Uhr

Knappes Spiel im Nord-Ostsee-Kanal: Ein ungewöhnlicher Anblick zeigte sich dort am Dienstagmorgen an der Holtenauer Schleuse in Kiel. Der unter holländischer Flagge fahrende Schlepper „RT Pioneer“ sowie der deutsche Schlepper „Bugsier 6“, der als Schubschlepper fungierte, transportierten das erste von zwei „Aida Nova“ Modulen von der Neptun Werft in Rostock zur Meyer Werft nach Papenburg.

Aufgrund der außergewöhnlichen Größe musste eine Ausnahmegenehmigung für den Transport erteilt werden. Dabei war Maßarbeit in der großen Nordkammer der Holtenauer Schleuse gefragt. Mit 42 Metern Breite und 120 Metern Länge bestand nur wenig Spielraum.

Schlepper „RT Pioneer“ leistete ganze Arbeit.
Rolf Dunkel

Schlepper „RT Pioneer“ leistete ganze Arbeit.

Mit diesem Transport wurde die erste von zwei Schiffssektionen mit vier Dual-Fuel Motoren von Caterpillar mit dem dazugehörigen Maschinenraum für das künftige Kreuzfahrtschiff „Aida Nova“ durch den Nord-Ostsee-Kanal befördert. Die „Aida Nova“ gilt als weltweit erstes Kreuzfahrtschiff, das nach Angaben des Rostocker Kreuzfahrtunternehmens ab Herbst 2018 durch „Dual-Fuel“ Motoren sowohl im Hafen als auch auf See mit dem umweltfreundlicheren fossilen Treibstoff betrieben werden kann. Demnach könne die Emission von Feinstaub und Schwefeloxiden mit dieser Technologie nahezu vermieden werden.

Der Transport wirkt durch die Größe für den Nord-Ostsee-Kanal gigantisch: 120 Meter Länge sowie 42 Meter Breite umfasst das drei Deck hohe Maschinenraum-Modul, das auch „Floating Engine Room Units“ (FERU) genannt wird. Das zweite „Aida Nova“-Modul, das ebenfalls die gleiche Größe besitzt, befindet sie sich noch im Bau auf der Neptun Werft. Diese Sektion, auch „Bauabschnitt 2“ genannt, beinhaltet drei LNG-Tanks, die voraussichtlich Ende November 2017 nach Papenburg verschifft werden sollen.

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