USA : Boxenstopp auf dem Mond

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US-Präsident Trump: Menschheit soll Sonnensystem erobern. Fernziel ist Kolonie auf dem Mars.

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12. Dezember 2017, 20:55 Uhr

Präsident Barack Obama hatte der Nasa den Flug zum Mars als Aufgabe gestellt. Präsident Donald Trump wies die amerikanischen Astronauten an, erst mal einen Zwischenstopp auf dem Mond einzulegen. Am 45. Jahrestag der Mondlandung von Apollo 17 unterzeichnete Trump am Montag eine Direktive für die Zukunft der US-Raumforschung.

„Die Direktive, die ich heute unterzeichne, wird Amerikas Raumprogramm wieder auf die Forschung und Entdeckung durch Menschen fokussieren“, sagte der Präsident im Weißen Haus. „Das markiert einen wichtigen Schritt, indem amerikanische Astronauten wieder auf den Mond zurückkehren, zum ersten Mal seit 1972, zu langfristiger Erforschung und Nutzung.“ Weitschweifig kritisierte Trump frühere US-Führer, die nach seiner Meinung nicht ehrgeizig genug waren.

„Dieses Mal werden wir nicht nur unsere Flagge aufpflanzen und unseren Fußabdruck hinterlassen, wir werden einen Grundstein für eine künftige Mission zum Mars legen und vielleicht zu vielen weiteren Welten darüber hinaus“, sagte Trump. „Diese Direktive wird sicherstellen, dass Amerikas Raumfahrtprogramm erneut die gesamte Menschheit inspiriert und anführt.“ In seiner Direktive schreibt er ausdrücklich, dass Amerika die Expansion der Menschheit im Sonnensystem ermöglichen solle.

Die Trump-Direktive weist der Nasa weder Finanzierungen zu, noch nennt sie einen Zeitplan für den Flug zum Mond. Präsident Obama hatte der amerikanischen Raumfahrtbehörde 2030 als Ziel für einen bemannten Flug zum Mars gesetzt.

Mit der neuen Initiative wird die Zusammenarbeit zwischen der staatlichen Nasa und privaten Raumfahrtunternehmen angeschoben. Die arbeiten daran, Raumflüge zu einem profitablen Geschäft zu machen. Trump schrieb: „Der Mond ist interessant für internationale Partner, und er liegt in Reichweite der privaten Raumfahrtindustrie Amerikas.“

Lockheed Martin und andere private Firmen begrüßten die Direktive. Der Flugzeug- und Waffenkonzern entwickelt gegenwärtig das bemannte Vielzweck-Raumfahrzeug Orion, das Astronauten über die Erdumlaufbahn hinaus befördern soll. „Wir unterstützen die Vision des Präsidenten und des Vizepräsidenten und die Aufgabe, Amerika wieder auf den Mond zu bringen“, erklärte das Unternehmen. Man sei bereit, mit der Orion für Flüge ins tiefe Weltall und mit dem Prototyp einer Mond-Wohnanlage dazu beizutragen.

Der Wettbewerb interessierter Unternehmen schlägt sich derweil in ersten Wortgefechten nieder. In einem Fernsehinterview sagte Boeings CEO Dennis Muilenburg an die Adresse von Elon Musk mit seinem SpaceX gerichtet: „Ich bin sicher, dass die erste Person, die ihren Fuß auf den Mars setzen wird, mit einer Boeing-Rakete dort hinfliegt.“ Minuten später twitterte Musk: „Mach das doch.“ Und Boeing twitterte zurück: „Das Spiel ist eröffnet.“

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