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Osnabrück : Bobbycar-Falschparker gefunden: Er hat jetzt sogar einen Führerschein

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Mit der Suche nach dem Eigentümer hatte die Polizei in den vergangenen Tagen einen viralen Hit gelandet.

svz.de von
erstellt am 11.Jan.2017 | 08:00 Uhr

Osnabrück | Das rote Bobbycar aus Osnabrück, das bundesweit in den Medien für Aufsehen sorgte, ist jetzt zurück bei seinem Besitzer. Das Bobbycar war am 30. Dezember auf der Zufahrt zur Dienststelle an der Augustenburger Straße abgestellt worden. Die Beamten hatten daraufhin mit einem humorvollen Aushang nach dem Besitzer des Gefährts gesucht. Dieses gehöre nicht zu den polizeieigenen Fahrzeugen, „auch wenn wir hier gerne einen schnellen, roten Flitzer hätten“, hieß es auf dem Aushang, den die Polizisten am Eingang zu ihrer Dienststelle befestigten.

Bobbycar als Zweitfahrzeug

Am Dienstag nahm die Suche nach dem kleinen Falschparker schließlich ein glückliches Ende: Der dreijährige Jim holte seinen Flitzer gemeinsam mit Mutter Katharina Brinkhege von der Dienststelle in der Osnabrücker Weststadt ab. „Mit dem Bobbycar fährt Jim eigentlich kaum noch. Als sein Pukyrad einen platten Reifen hatte, musste er aber notgedrungen umsteigen“, erklärt Brinkhege, die nur wenige Minuten entfernt wohnt. Genau vor der Polizeidienststelle habe Jim aber die Lust am Bobbycar verloren und auf dem Rückweg habe man das Gefährt schlichtweg vergessen.

Via Twitter und Facebook machte die Suche nach dem kleinen Falschparker schnell bundesweit Karriere. Jede zweite Anfrage habe sich in der vergangenen Woche um das Bobbycar gedreht, sagt Polizeisprecherin Anke Hamker. „Wir sind von der Resonanz schlichtweg überrascht worden und auch privat bin ich fast pausenlos auf das Bobbycar angesprochen worden.“

Fiat macht ein Angebot

Schließlich schaltete sich der italienische Autobauer Fiat in den viralen Hit ein und schlug dem damals noch unbekannten Besitzer einen Tauschhandel vor. Über den offiziellen Facebook-Kanal ließ Fiat verkünden, dass man das mittlerweile berühmt gewordene Bobbycar gegen ein kleines Elektroauto austauschen wolle, wenn sich der Osnabrücker meldet. „Ab sofort mit 3,7 km/h in den Kindergarten! Lieber Falschparker, schick uns dein „1-PamperS-starkes Fahrzeug“ und wir tauschen es gegen dein neues Fiat 500 Kinder-Elektroauto“, hieß es .

Angebot angenommen und weitergeleitet

Das Angebot aus Italien haben die Brinkheges indes schon angenommen. „Wir werden das Elektroauto aber an eine karitative Einrichtung spenden“, sagt Katharina Brinkhege, der der Hype um das herrenlose Bobbycar fast ein wenig unheimlich wurde. Sie wurde von Bekannten auf die Suche aufmerksam gemacht und wusste sofort: „Das kann nur unser Bobbycar sein.“

Ob die berufliche Laufbahn ihres Sohnes als Polizist nun vorgezeichnet ist, vermag sie allerdings nicht zu sagen. „Vielleicht ist das noch ein wenig früh. Im Kindergarten hat er aber heute schon voller Stolz erzählt, dass er in einem Polizeiauto sitzen darf.“ Ein Knöllchen erwartete den Falschparker übrigens nicht. Von der Polizei gab es vielmehr ein Überraschungspaket mit Schokolade, Malbuch und Kinderdienstausweis.

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