Frage des US-Präsidenten : Atombombe gegen Hurrikans: Trumps angebliche Idee sorgt für Häme und Spott

Donald Trump soll sich zum Einsatz von Atombomben gegen Hurrikans geäußert haben.
Donald Trump soll sich zum Einsatz von Atombomben gegen Hurrikans geäußert haben.

"Ich hab's. Warum werfen wir keine Atombombe hinein?": So wird der US-Präsident zitiert – doch er bestreitet das.

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26. August 2019, 07:47 Uhr

Washington | US-Präsident Donald Trump soll sich einem Medienbericht zufolge über die Möglichkeit erkundigt haben, Hurrikans mit Atombomben zu bekämpfen. Die Nachrichtenseite "Axios" schrieb am Sonntag, Trump habe bei einer Unterrichtung über Wirbelstürme gefragt, ob die Bildung eines Hurrikans gestoppt werden könne, indem eine Atombombe ins Auge des Sturms abgeworfen werde.

Das Weiße Haus wollte den Bericht zuerst nicht kommentieren. "Axios" zitierte aber einen Regierungsvertreter mit den Worten, das Ziel des Präsidenten sei "nicht schlecht".

Nun äußerte sich Trump aber auf Twitter zu der Geschichte: "Ich habe das nie gesagt. Einmal mehr FAKE NEWS!", schrieb der Präsident am Montag auf Twitter.


Die angebliche Bemerkung soll während eines Hurrikan-Briefings im Weißen Haus gefallen sein. So soll der Präsident gesagt haben: "Ich hab's, ich hab's. Warum werfen wir keine Atombombe hinein?" Denn die Wirbelstürme bildeten sich vor der Küste Afrikas und bewegten sich dann über den Atlantik. "Wir werfen eine Bombe ins Auge des Hurrikans und unterbrechen ihn. Warum können wir das nicht tun?", wurden Trumps Worte wiedergegeben. Wann genau dieses Briefing stattgefunden hat, geht aus dem Bericht jedoch nicht hervor.

NOAA: Idee wirkungslos und gefährlich

Neu ist die Idee nicht: Sie wurde in den 1950er Jahren unter US-Präsident Dwight D. Eisenhower von einem Regierungswissenschaftler vorgetragen. Experten sind sich aber einig, dass ein Wirbelsturm nicht durch eine Atombombe aufgelöst werden kann. Trotzdem taucht die Frage immer wieder auf – vor allem, wenn die USA wieder von einem Hurrikan getroffen werden.

Die US-Meteorologiebehörde NOAA hat sich schon ausführlich zu dem Thema geäußert. Sie betont, die Maßnahme wäre nicht nur wirkungslos; vielmehr würden die Winde auch radioaktives Material verbreiten. "Es ist überflüssig zu sagen, dass das keine gute Idee ist", lautet das Fazit der NOAA.

In den sozialen Netzwerken gab es viel Spott und Staunen über Trump. Die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Kamala Harris kommentierte den "Axios"-Artikel über Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter mit den Worten: "Der Kerl muss gehen."


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