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Prozess um tote Joggerin Schläge im Kinderzimmer

Von eska | 12.12.2013, 00:35 Uhr

Prozess um tote Joggerin: Großmutter berichtet von Schlägen

Das Gericht hört in der kommenden Woche noch den Bruder von L.’s Verlobter. Für Januar sind bislang fünf Verhandlungstage geplant.

Norman L. aber sei sie so gut es ging aus dem Weg gegangen. Der sei eigentlich eher ein stiller Mensch. Auf der anderen Seite dann aber diese Aggressivität. Im Streit habe er auch mal eine Tür zertrümmert, sagt die Großmutter. Die Kinder jedenfalls würden sehr unter dem Erlebten leiden, aber auch unter der Trennung von der Familie. Die beiden Jüngeren leben inzwischen in einer Pflegefamilie, die beiden Älteren im Heim.

Einmal habe ein Kind ein Glas fallen lassen, einmal ein anderes nicht aufgeräumt. Eines ihrer Enkel sei durch die Ohrfeige quer durch’s Zimmer geflogen. Manchmal habe sie noch Spuren der Hand im Gesicht oder auf den kleinen Körpern gesehen, sagte die Zeugin. Dann sei er aber auch wieder mit ihnen spazieren gegangen oder habe ihnen Geschenke mitgebracht.

Ihre Mutter nun gab in der rund vierstündigen Befragung gestern ein anderes Bild von ihrem Beinahe-Schwiegersohn wieder. „Die Kinder haben viele Schläge gekriegt“, berichtet die Großmutter. Nicht nur mal so einen Klaps. Mit einem Pfiff habe er sie antreten lassen, wenn er meinte, eines von ihnen müsse bestraft werden. Den Hintern habe er ihnen versohlt und Backpfeifen ausgeteilt. Meist seien die Anlässe für die Strafaktionen nichtig gewesen.