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Prozess wegen Kindesmissbrauchs Angeklagter gesteht nach Deal

Von Birgit Sander | 19.08.2015, 06:00 Uhr

Ein strafrechtlicher Deal hat am Landgericht Schwerin zu einem schnellen Geständnis eines mutmaßlichen Sexualstraftäters geführt. Der Mann soll die zehnjährige Freundin seiner Tochter missbraucht haben.

Im Prozess wegen sexuellen Missbrauchs eines Kindes hat ein 47-jähriger Mann in Schwerin nach einem strafrechtlichen Deal die Taten gestanden. Der Mann muss sich seit gestern am Landgericht Schwerin verantworten.

Laut Anklage soll er im vorigen Jahr von Sommer bis Oktober ein zehnjähriges Mädchen sechsmal missbraucht haben. Er soll dazu mit dem Kind – einer Freundin seiner Tochter – unter anderem an Badeseen in Schwerin und Umgebung gefahren sein. Das Mädchen habe sich später seiner Mutter offenbart, die im März Anzeige erstattete.

Der Mann wurde wegen mehrfachen, teils schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern angeklagt. Vor Gericht bestritt er zunächst die Vorwürfe sexueller Handlungen, sondern gab lediglich zu, mit dem Mädchen an Strände gefahren zu sein. Ein Deal führte jedoch zu einem Sinneswandel, der dem jetzt elfjährigen Opfer die Aussage vor Gericht ersparte.

Verteidigung, Staatsanwaltschaft und Gericht konfrontierten den Angeklagten nach Angaben eines Gerichtssprechers in einem Rechtsgespräch mit einem Brief, den er aus der Untersuchungshaft an seine Tochter geschrieben hatte. Darin habe er Andeutungen gemacht, die sich mit den Vorwürfen aus der Anklage deckten.

Mit dem Mann sei ein Strafrahmen zwischen dreieinhalb Jahren und drei Jahren und neun Monaten vereinbart worden, wenn er gesteht.