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Waghalsiges Manöver zum Abschied : Air-Berlin-Pilot nach „Ehrenrunde“ vom Dienst suspendiert

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Seine Abschieds-Aktion beim letzten Überseeflug für Air Berlin kostet einen Piloten und seiner Crew vorerst den Job.

svz.de von
erstellt am 18.Okt.2017 | 17:11 Uhr

Düsseldorf | Nach dem aufsehenerregenden Flugmanöver der letzten Air-Berlin-Maschine aus den USA nach Düsseldorf ist der Pilot des Flugzeugs suspendiert worden. Die Besatzung sei derzeit nicht im Flugdienst, teilte Air Berlin am Mittwoch mit. Dies sei ein „normaler Prozess“ bei der Untersuchung derartiger Vorfälle.

Das Flugzeug mit mehr als 200 Passagieren aus Miami war am Montag kurz vor der Landung durchgestartet und nach links über den Düsseldorfer Airport abgedreht. Nach einer Runde brachte der Pilot Flug AB 7001 sicher auf den Boden. „Frontal 21“ zitiert den Piloten mit den Worten: „Wir wollten ein Zeichen setzen, einen würdigen und emotionalen Abschluss.“ Das Luftfahrt-Bundesamt (LBA) erklärte am Dienstag, Air Berlin sei um ein Stellungnahme zu dem Manöver der A330 gebeten worden. Eine Antwort steht laut LBA derzeit noch aus.

Das Luftfahrt-Bundesamt (LBA) untersuche den Vorfall, sagte ein Sprecher der insolventen Fluggesellschaft am Dienstag. An Bord seien 223 Passagiere gewesen. „Air Berlin unterstützt das LBA vollumfänglich bei seiner Arbeit.“

Nach Angaben des Sprechers handelte es sich „um ein Durchstartmanöver in vorgeschriebener Höhe in Absprache mit dem Fluglotsen“. Der Grund werde nun aufgearbeitet. Der Deutschen Flugsicherung zufolge habe der Pilot vor dem Landeanflug im Falle eines Durchstartmanövers die Richtung angefragt. Die Lotsen hätten daraufhin die Linkskurve freigegeben. In welcher Höhe der Pilot schließlich abdrehe, liege in seiner eigenen Verantwortung.

(mit dpa)

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