Drama in Pflegeeinrichtung : Zu heiß gebadet: Koma-Patientin stirbt an Verbrühungen

Vermutlich war ein technischer Defekt für das viel zu heiße Wasser verantwortlich.
Vermutlich war ein technischer Defekt für das viel zu heiße Wasser verantwortlich.

Eine Wachkoma-Patientin wurde mit schweren Verbrühungen in ein Krankenhaus gebracht und erlag dort ihren Verletzungen.

svz.de von
14. März 2019, 19:03 Uhr

Hamburg | Vermutlich weil sie zu heiß gebadet wurde, ist in Hamburg eine 47 Jahre alte Wachkoma-Patientin gestorben. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft. "Es laufen im Moment Ermittlungen zur Todesursache. Der Fall liegt derzeit noch beim Institut für Rechtsmedizin", sagte eine Sprecherin der Hamburger Staatsanwaltschaft am Donnerstag. Dort werde nun eine Sektion, das ist eine gerichtlich angeordnete Obduktion, durchgeführt. Erst danach werde entschieden, ob gegen das Pflegepersonal ermittelt wird.

Vermutlich technischer Defekt

Zuvor hatte die "Hamburger Morgenpost" berichtet. Zwei Mitarbeiter eines Intensivpflegezentrums hatten demzufolge vor zwei Wochen Badewasser für die hilflose Frau eingelassen und die Temperatur dafür auch geprüft. Etwas später wurde die Frau mit einem Lift in die Badewanne gesetzt. Zwischenzeitlich soll dem Zentrum zufolge – vermutlich wegen eines technischen Defekts – so viel heißes Wasser nachgelaufen sein, dass das Wasser in der Wanne viel zu heiß war.

Schwere Verbrühungen

"Die Pflegefachkraft registrierte dies leider erst, als die eigene Hand mit dem gestützten Kopf der Bewohnerin auf die Wasseroberfläche auftraf", sagte der Geschäftsführer des Pflegezentrums, Michael Schreiner, am Donnerstag in einer schriftlichen Stellungnahme. Die Mitarbeiter hätten sofort den Notarzt gerufen. Die 47-Jährige kam mit schweren Verbrühungen in eine Spezialklinik. Am Freitag vorige Woche starb die Frau.

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