Fotoverbot auf Maria Island : Wombats sollen in Australien nicht länger für Selfies herhalten

Weil immer mehr Menschen die kleinen Tierchen wegen Selfies belästigen, sollen Fotos von Touristen und Wombats auf einer australischen Insel bald verboten sein.
Weil immer mehr Menschen die kleinen Tierchen wegen Selfies belästigen, sollen Fotos von Touristen und Wombats auf einer australischen Insel bald verboten sein.

Riesige Stupsnase, kurze Beine, flauschiges Fell: Wombats sind ein gern gesehener Selfie-Partner in Australien.

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17. Januar 2019, 16:50 Uhr

Hobart | Auf der australischen Insel Maria Island sollen Wombats künftig von Handy-Aufnahmen durch Touristen verschont bleiben. Bei der Ankunft mit der Fähre werden Besucher seit kurzem mit Schildern aufgefordert, auf Selfies mit den possierlichen Beutelsäugern zu verzichten. Darauf heißt es in einer Art freiwilliger Selbstverpflichtung: "Ich werde Wombats nicht mit dem Selfie-Stick jagen. Und ich werde auch nicht zu nahe an Babys rangehen."

Wombats leben ausschließlich in Australien. In einigen Zoos gibt es aber auch Exemplare, wie den kleinen Wombat Apari im Duisburger Zoo. Foto: dpa/Rolf Vennenbernd
Rolf Vennenbernd
Wombats leben ausschließlich in Australien. In einigen Zoos gibt es aber auch Exemplare, wie den kleinen Wombat Apari im Duisburger Zoo. Foto: dpa/Rolf Vennenbernd

Vorzeige-Tier Wombat

Die kurzbeinigen Tiere mit dem dichten Fell gehören zusammen mit Känguru und Koala zu den bekanntesten Vertretern der australischen Tierwelt. So bekannt, dass Wombats sogar bei offiziellen Anlässen präsentiert werden. Das Foto zeigt Chinas Präsidenten Xi Jinping mit seiner Frau Peng Liyuan im Jahr 2014 bei einem Besuch im australischen Regierungssitz in Canberra.

Foto: AFP/David Gray
DAVID GRAY
Foto: AFP/David Gray

30.000 Besucher

Auf Maria Island – einer kleinen Insel vor der Küste Tasmaniens – gibt es besonders viele davon. Pro Jahr kommen dorthin inzwischen mehr als 30.000 Besucher. Menschen leben auf Maria Island nur wenige. Auf Twitter, Facebook und Instagram gibt es inzwischen unzählige Selfies mit Wombats.

Die Tourismus-Managerin Ruth Dowty sagte dem Radiosender ABC: "Die Touristen sind in die Wombats verknallt. So verknallt, dass wir ihnen beibringen müssen, wie sie mit den Tieren umgehen sollen." Die Hinweise sollen nun auch eigens für chinesische Touristen übersetzt werden. Nach bisherigen Erfahrungen sind sie besonders versessen auf ein Foto mit Wombat. Ob das wohl an dem Besuch des chinesischen Präsidenten und seiner Frau im Jahr 2014 liegt?

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