Bei Fußball-Turnier in NRW : Windhose wirbelt Festzelt durch die Luft – Menschen unter Trümmern begraben

Acht Menschen mussten ins Krankenhaus gebracht werden.
Acht Menschen mussten ins Krankenhaus gebracht werden.

Acht Menschen kamen ins Krankenhaus.

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08. Juni 2019, 12:43 Uhr

Langenberg/Düsseldorf | Eine Windhose hat bei einem Fußball-Pfingstturnier in der kleinen Gemeinde Langenberg im Kreis Gütersloh ein Festzelt durch die Luft gewirbelt. Dabei wurden zwölf Menschen verletzt. "Das war eine lokale Stelle der Verwüstung", berichtete am Samstag der Einsatzleiter der Feuerwehr, der bei dem Unglück am Freitagabend vor Ort war. Das 12 mal 8 Meter große Zelt sei rund 15 Meter weit auf den Platz gewirbelt worden. Menschen wurden kurz darunter begraben. Auch Äste von Bäumen am Randes des Platzes seien abgebrochen und auf den Platz gefallen. "Es war ein Wetter-Unglück", sagte ein Sprecher der Polizei.

Acht Menschen im Krankenhaus

"Wir sind geschockt über das, was heute Abend passiert ist", hieß es auf der Homepage des Sportvereins. Der Sturm sei innerhalb weniger Sekunden aufgekommen und über den Platz gefegt. Beim Eintreffen der Feuerwehr seien die Verletzten bereits von Sanitätern versorgt worden, die wegen des Turniers vor Ort waren, sagte der Einsatzleiter. Acht Menschen kamen ins Krankenhaus, vier konnten nach notärztlicher Behandlung nach Hause gehen.

Der Deutsche Wetterdienst in Essen hatte zunächst noch keine Informationen darüber, ob es sich bei dem Fall um einen Tornado handelte. Das müssten Experten in den kommenden Tagen prüfen.

Reithalle unter Wasser

Starkregen und Windböen hatten in Nordrhein-Westfalen am Freitag und Samstag für mehrere Einsätze der Feuerwehr gesorgt. In Borgentreich im Kreis Höxter stand am Freitag eine Reithalle unter Wasser. "Das Wasser lief quer über das Gehöft und flutete den Keller und die Reithalle des Gehöftes", teilte die Feuerwehr am Samstag mit. Demnach stand es etwa 40 Zentimeter hoch. Zudem pumpten Einsatzkräfte mehrere überflutete Keller aus.

Feuerwehrleute stehen nach einem Starkregen in einer überfluteten Reithalle in Großeneder. Foto: dpa/Feuerwehr Borgentreich
Feuerwehrleute stehen nach einem Starkregen in einer überfluteten Reithalle in Großeneder. Foto: dpa/Feuerwehr Borgentreich

Ein auf der Fahrbahn liegender Ast sorgte in Hattingen für einen Auffahrunfall mit drei Verletzten. Eine 69 Jahre alte Fahrerin musste am Freitag eine Vollbremsung einlegen, als laut Polizei "plötzlich ein größerer Ast" im Weg lag. Zwei Fahrer im Alter von 23 und 25 Jahren konnten nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhren mit ihren Fahrzeugen auf das Auto der Frau auf. Die drei Fahrer wurden leicht verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

In Plettenberg im Sauerland krachte auf der Bundesstraße 236 ein Auto in eine quer über der Spur liegende Eiche. Wie die Feuerwehr mitteilte, wurde der Wagen erheblich beschädigt, der Fahrer blieb unverletzt.

Immer wieder stürmische Böen

Mit weiteren Unwettern rechnet der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Pfingstwochenende erstmal nicht. Im Laufe des Samstages und am Sonntag wird ein Mix aus Sonne und Wolken erwartet, sagte eine Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Am Samstag gebe es dabei stürmische Böen, wobei diese ab Nachmittag abflauen sollten. Temperaturen bis 22 Grad seien möglich. Am Sonntag soll es laut DWD dann weniger Wind geben und etwas wärmer werden. Die Wetter-Lage am Pfingstmontag ist noch unklarer – es könne unbeständig werden.

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