"Ocean-Cleanup" : Wie aus Plastikmüll aus den Ozeanen etwas Sinnvolles werden könnte

So sehen die Abfallsammelgeräte aus dem Projekt 'The Ocean Cleanup' aus.
So sehen die Abfallsammelgeräte aus dem Projekt "The Ocean Cleanup" aus.

Der Gründer des Projekts "The Ocean Cleanup" hat genaue Vorstellungen, was mit dem gesammelten Müll passieren soll.

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12. Dezember 2019, 21:48 Uhr

Vancouver | Das Projekt The Ocean Cleanup" zur Säuberung der Weltmeere will eingesammelten Plastikmüll zu Produkten verarbeiten und mit dem Verkaufserlös die Umweltinitiative weiter finanzieren. Dies teilte der Leiter der Organisation, der Niederländer Boyan Slat, am Donnerstag im kanadischen Vancouver mit.

Der Niederländer Boyan Slat ist Gründer der Initiative 'Ocean Cleanup'. Foto: dpa/Barbara Munker
Der Niederländer Boyan Slat ist Gründer der Initiative "Ocean Cleanup". Foto: dpa/Barbara Munker


Der 25-jährige Öko-Unternehmer präsentierte bei der Vorstellung der Pläne 60 große, mit Plastikmüll gefüllte Säcke. Dies seien die ersten Ergebnisse ihrer Säuberungsaktion mit einem Plastikmüllfänger im Pazifik. Nach den Plänen des gemeinnützigen Unternehmens sollen erste Recycling-Produkte im September 2020 auf den Markt kommen.

Mit "System 002" werde die nächste Phase des Projekts vorbereitet

Der Verkaufserlös werde zu 100 Prozent in das Projekt gesteckt, sagte Slat. Der Niederländer teilte gleichzeitig mit, dass mit "System 002" die nächste Phase des Projekts vorbereitet werde. Ziel sei es, im größeren Umfang Sammelvorrichtungen für Plastikmüll im sogenannten Great Pacific Garbage Patch (deutsch: Großer Pazifikmüllfleck) zwischen Kalifornien und Hawaii zu installieren. Bei diesem Strömungswirbel sollen sich nach Schätzungen von Wissenschaftlern 1,8 Billionen Plastikteile sammeln.

Weiterlesen: Riesiger Müllfänger startet mit Rettung der Weltmeere

Der erste Müllfänger war im September 2019 von San Francisco aus gestartet. Die Anlage wurde jedoch bei ihrem Testeinsatz beschädigt und konnte den Müll nicht wie geplant festhalten. Die aus einer 600 Meter langen U-förmigen Röhre bestehende Konstruktion wurde verbessert und erneut getestet. Im Oktober meldete "Ocean Cleanup" dann erste Erfolge. Demnach sammelt der riesige Fangarm nun Meeresmüll ein.

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