Schwertransport mit Flugzeug-Rumpf : Wenn der Airbus A320 im Kreisverkehr stecken bleibt

Der Rumpf eines Airbus A320 wird mit einem Schwertransporter auf der Bundesstraße 295 zum Ziel gebracht.
Der Rumpf eines Airbus A320 wird mit einem Schwertransporter auf der Bundesstraße 295 zum Ziel gebracht.

Sowas sieht man wohl nur einmal im Leben: Ein riesiger Airbus hat einen Kreisverkehr in Baden-Württemberg verstopft.

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23. Dezember 2018, 08:59 Uhr

Calw/Althengstett | Am frühen Samstagmorgen hat der Rumpf eines Airbus A320 einen Kreisverkehr in Baden-Württemberg verstopft. Das Flugzeugteil sollte per Schwertransport zur Kaserne der Kommando-Spezialkräfte nach Calw gebracht werden. Mitten im Kreisverkehr platzte bei dem Schwertransporter allerdings ein Hydraulikschlauch – und der 60 Meter lange Lastzug blieb mit dem 34 Meter langen Rumpf in einem Kreisverkehr in Althengstett liegen.

"Das ist einfach Pech. Aber bei Transporten in dieser Größenordnung kann das immer passieren", sagte der Geschäftsführer des Transportunternehmens, Rainer Schmidt, der Deutschen Presse-Agentur. Nach der Reparatur konnte der Transporter seine Fahrt fortsetzen und erreichte am Sonntag gegen 4.30 Uhr sein Ziel.

Laut Medienberichten soll der Airbus in die Kaserne des Kommando Spezialkräfte (KSK) in Calw gebracht werden und dort zukünftig, nachdem er wieder zusammengebaut wurde, als Ausbildungsort für das Lösen von Flugzeugentführungen dienen. Foto: dpa/Christoph Schmidt
Christoph Schmidt
Laut Medienberichten soll der Airbus in die Kaserne des Kommando Spezialkräfte (KSK) in Calw gebracht werden und dort zukünftig, nachdem er wieder zusammengebaut wurde, als Ausbildungsort für das Lösen von Flugzeugentführungen dienen. Foto: dpa/Christoph Schmidt

Rund zwei Wochen nach dem Start im estländischen Talinn ist der Schwertransport nun in der Kaserne im baden-württembergischen Calw eingetroffen. In der KSK-Kaserne soll das Flugzeug nach Angaben des Transportunternehmens der Ausbildung von Soldaten der Bundeswehr Elite-Einheit Kommando Spezialkräfte (KSK) dienen. Sie könnten damit verschiedene Situationen bei Geisellagen wie die Erstürmung von Flugzeugen trainieren, sagte Schmidt.

Flügel und Schwanzflosse und weitere Teile des Fliegers wurden demnach bereits vorher mit einem gesonderten und wesentlich weniger aufwendigen Transport nach Calw gebracht.

Das Flugzeug einer estnischen Fluglinie war nach Angaben Schmidts Anfang des Jahres bei einem Übungsflug in der Hauptstadt Talinn notgelandet und seitdem flugunfähig gewesen. Nach der Ausschlachtung sei die Hülle dann nach Calw verkauft worden. In der Kaserne soll das Flugzeug nun wieder zusammengebaut werden.

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