In Londoner Bus : Weil es sich nicht küssen wollte: Lesbisches Paar verprügelt

Ein lesbisches Paar wurde in einem Londoner Bus verprügelt.
Ein lesbisches Paar wurde in einem Londoner Bus verprügelt.

Londons Bürgermeister Sadiq Khan verurteilt die Attacke scharf.

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08. Juni 2019, 13:47 Uhr

London | Ihre Blusen sind blutüberströmt, die Nasen aufgeschlagen: Zwei junge Frauen wurden in einem Londoner Bus von einer Gruppe männlicher Teenager verprügelt, weil sie nicht der Forderung nachkamen, sich zu küssen.

Die unfassbare Geschichte machte eine der Frauen, Melania Geymonat, auf Facebook öffentlich und postete ein Foto, das die beiden Frauen kurz nach der brutalen Attacke zeigt.

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Brutal niedergeschlagen und ausgeraubt

Der Angriff ereignete sich in den frühen Morgenstunden des 30. Mai in einem Bus im Zentrum Londons. Melania Geymonat war mit ihrer Freundin Chris unterwegs. Sie schreibt, dass sie sich nicht mehr genau erinnert, ob sie sich geküsst hätten, doch plötzlich seien mindestens vier Männer aufgetaucht, die sich "wie Hooligans" aufführten. Sie forderten die Frauen auf, sich zu küssen, bezeichneten sie als Lesben und nannten Sexstellungen.

Zwar habe Geymonat zunächst noch versucht, die Situation zu entspannen, doch dann sei erst ihre Freundin Chris und schließlich sie selbst niedergeschlagen worden. Die Täter raubten die beiden Frauen zudem noch aus und nahmen eine Tasche und ein Handy mit.

Welle der Entrüstung

Der Polizei gelang es, vier Teenager im Alter von 15 bis 18 Jahren festzunehmen. Ein weiterer Jugendlicher wurde am Sonnabend festgenommen. Gegen Zahlung einer Kaution wurden alle fünf jugendlichen Verdächtigen jedoch erst einmal wieder freigelassen. Sie müssen sich Anfang Juli zu einem Termin melden, wie Scotland Yard am Samstagabend mitteilte. Nach weiteren Verdächtigen werde derzeit nicht gefahndet. Allen Männern wird schwere Körperverletzung und Raub vorgeworfen.

Die Empörung über den Vorfall auf Facebook ist riesig. Der Beitrag wurde beinahe 15.000 Mal geteilt und bekam binnen weniger Stunden mehr als 24.000 Likes.

Londons Bürgermeister Sadiq Khan äußerte sich schockiert auf Twitter zu Wort: "Das war ein abstoßender frauenfeindlicher Angriff. Hasskriminalität gegn die LGBT+-Gemeinschaft wird nicht toleriert."

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