Verlust von Inseln und Wattflächen : Umweltorganisation WWF warnt vor steigendem Meeresspiegel an deutschen Küsten

Am Ostseestrand von Neuendorf auf der Insel Hiddensee werden Buhnen mit FSC-zertifizierten Tropenholzstämmen gerammt. Der WWF warnt vor steigendem Meeresspiegel.
Am Ostseestrand von Neuendorf auf der Insel Hiddensee werden Buhnen mit FSC-zertifizierten Tropenholzstämmen gerammt. Der WWF warnt vor steigendem Meeresspiegel.

Erosion und Überflutungen bedrohen die Inseln in Nord- und Ostsee. Der WWF fordert zudem eindringlich mehr Küstenschutz.

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24. September 2019, 11:33 Uhr

Büsum/Berlin. | Angesichts der globalen Klimaerwärmung hat die Umweltschutzorganisation WWF von der Politik großangelegte Hilfsmaßnahmen für die deutschen Küsten gefordert. Künftig werde sich der Anstieg des Meeresspiegels an Nord- und Ostsee "drastisch beschleunigen", warnte der WWF am Dienstag in Berlin und Büsum. Es drohten Küstenerosion, Verlust von Inseln und Wattflächen sowie mehr Sturmfluten.

Mehr Küstenschutzmaßnahmen gefordert

Die Organisation forderte dabei zugleich, auf Küstenschutzmaßnahmen "im Einklang mit der Natur" zu setzen. So wirkten Sandvorspülungen sowie Wattflächen und Salzwiesen als "Puffer vor Überschwemmungen" und seien ein besser als "Schutzbauten aus Stein oder Beton".

Lebensräume von Tieren und Pflanzen in Gefahr

An unbewohnten Küstenabschnitten könnten Deiche zurückverlegt werden, erklärte der WWF. Dadurch würden höher gelegene Rückzugsräume für die durch den Meeresspiegelanstieg vom Ertrinken bedrohten Pflanzen und Tiere entstehen. Watt, Salzwiesen und Dünen sind der Organisation nach ein wichtiger Lebensraum etwa für Vögel und bestimmte Pflanzen.

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