Empfehlung : WHO: Mütter sollen auch bei Corona-Infektion stillen

Die Vorzüge des Stillens überwiegen den Risiken.
Die Vorzüge des Stillens überwiegen den Risiken.

Mütter mit einer Coronavirus-Infektion sollten nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation weiter ihr Baby stillen.

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12. Juni 2020, 21:01 Uhr

Genf | Der Nutzen des Stillens sei größer als mögliche Risiken, erklärte die Organisation am Freitag in Genf. Die UN-Gesundheitsbehörde habe das Risiko einer Coronavirus-Übertragung von stillenden Müttern auf ihr Kind gründlich untersucht, sagte WHO-Chef Tedros Adnanom Ghebreyesus bei einer Video-Pressekonferenz.

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Stillen schützt vor vielen Krankheiten

"Wir wissen, dass Kinder ein relativ niedriges Risiko haben, an Covid-19 zu erkranken, es aber ein hohes Risiko für viele andere Krankheiten gibt, vor denen das Stillen schützt", sagte er. Auf Grundlage der vorliegenden Beweise laute der Rat der WHO, "dass die Vorzüge des Stillens jedes mögliche Risiko einer Übertragung von Covid-19 überwiegen", fügte der WHO-Chef hinzu.

Nach Angaben von Anshu Banerjee, WHO-Experte für Fortpflanzungsmedizin und Forschung, wurde in Muttermilch bislang kein lebendes Sars-CoV-2-Virus gefunden.

Mütter mit einer mutmaßlichen oder bestätigten Coronavirus-Infektion sollten "ermutigt werden, mit dem Stillen anzufangen oder damit fortzufahren, und nicht von ihrem Kind getrennt werden, solange es der Mutter nicht zu schlecht geht", sagte Tedros.

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