Vorfall auf Rückfahrt nach Mönchengladbach : Vorbestrafter Mann nach Vergewaltigung in Fan-Zug vor Gericht

In dem Zug befanden sich Fans auf der Rückreise vom Spiel Bayern München gegen Borussia Mönchengladbach am 14. April. Eine 19-Jährige soll in dem Zug vergewaltigt worden sein.
In dem Zug befanden sich Fans auf der Rückreise vom Spiel Bayern München gegen Borussia Mönchengladbach am 14. April. Eine 19-Jährige soll in dem Zug vergewaltigt worden sein.

In einem Zug voller Fußball-Fans soll eine junge Frau vergewaltigt worden sein.

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10. Mai 2019, 08:26 Uhr

Mönchengladbach | Im April 2018 spielte Borussia Mönchengladbach im Bundesligarückspiel beim FC Bayern. Für das Spiel wurde extra für die Fans ein Sonderzug zurück ins Rheinland organisiert. Auf der Rückfahrt soll eine junge Frau in der Toilette eines Fan-Zuges vergewaltigt worden sein. Dafür steht ein schon früher rechtskräftig verurteilter Vergewaltiger von Freitag an (9 Uhr) in Mönchengladbach vor Gericht. Die junge Frau lernte den 31 Jahre alten Angeklagten laut Staatsanwaltschaft vor gut einem Jahr auf der Rückfahrt vom Spiel kennen. Beide hatten laut Anklage Alkohol getrunken.

Eltern alarmierten nach Telefonat die Polizei

Die beiden sollen sich zunächst einvernehmlich geküsst und sich dann auf die Zugtoilette zurückgezogen haben. Dort kam es laut Anklage zu der Vergewaltigung. Noch im Zug rief die Frau nach früheren Angaben ihre Eltern an, die die Polizei alarmierten.

Der mutmaßliche Täter konnte identifiziert werden, weil ein Zug-Ordner ein Foto von dem Mann gemacht hatte. Das Opfer erkannte den Angeklagten auf einem Foto später allerdings nicht wieder.

In dem Verfahren vor dem Amtsgericht Mönchengladbach ist das damals 19 Jahre alte Opfer Nebenklägerin. Der zweite und letzte Verhandlungstag ist für den 24. Mai terminiert.

Der Angeklagte hatte sich kurz nach der mutmaßlichen Vergewaltigung im April 2018 in einer Haftanstalt in Nordrhein-Westfalen gemeldet, um eine Strafe wegen Körperverletzung anzutreten. Mittlerweile verbüßt er nach Angaben seines Anwalts die Strafe, die unter anderem wegen der früheren Vergewaltigung verhängt wurde.

Bereits 2016 wegen Vergewaltigung verurteilt

Das erste Mal wurde er im April 2016 wegen Vergewaltigung, Verwendens von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen sowie Körperverletzung in zwei Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren und drei Monaten verurteilt. Das damalige Opfer war nach aktuellen Angaben des Landgerichts eine Bekannte des Verurteilten. Die Tat habe sich im häuslichen Bereich ereignet. Dafür wurden zwei Jahre und zehn Monate Freiheitsstrafe verhängt. Bei der Gesamtstrafe seien das Zeigen des Hitlergrußes und zwei Körperverletzungen berücksichtigt worden.

Der Beschuldigte machte nach Angaben seines Verteidigers bisher keine Angaben zum Tatvorwurf. Ob er sich in dem Prozess äußern wird, ließ Anwalt Ingo Herbort offen.

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