Unglücke in Schweiz und Italien : Vier deutsche Wanderer in den Alpen ums Leben gekommen

Bergsteigen, wie hier am Südgrat des Dent Blanche in der Schweiz, birgt immer auch die Gefahr abzustürzen.
Bergsteigen, wie hier am Südgrat des Dent Blanche in der Schweiz, birgt immer auch die Gefahr abzustürzen.

Insgesamt vier Deutsche sind am Wochenende in den Bergen in Norditalien und der Schweiz ums Leben gekommen.

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04. August 2019, 20:29 Uhr

Bern | Im Schweizer Kanton Wallis starben am Samstag zwei Deutsche bei einem Sturz, als sie den mehr als 4350 Meter hohen Berggipfel Dent Blanche besteigen wollten, wie die Polizei mitteilte. Eine weitere deutsche Bergsteigerin kam im Kanton Graubünden ums Leben, während in Norditalien ein Deutscher und ein Österreicher tödlich verunglückten.

Die beiden Alpinisten im Kanton Wallis befanden sich nach Polizeiangaben auf halber Strecke zwischen dem Dent Blanche und dem tiefer gelegenen Grand Gendarme. Die Rettungskräfte, die durch Zeugen herbeigerufen worden waren, konnten demnach nur noch den Tod der beiden Bergsteiger feststellen. Wie es zu dem Absturz kam, blieb zunächst offen. Die Schweizer Behörden leiteten eine Untersuchung ein.

Frau von herabfallendem Felsen mitgerissen

Die im Kanton Graubünden verunglückte 30-jährige Deutsche wurde laut einem Augenzeugen von einem herabfallenden Felsen getroffen und stürzte dann mehr als hundert Meter in die Tiefe. Ihr 36 Jahre alter Begleiter wurde leicht verletzt. In dem Kanton wurde nach Angaben der Polizei außerdem die Leiche eines 66-jährigen Wanderers aus der Schweiz entdeckt, der offenbar 80 Meter tief gestürzt war.

Sieben Schluchtenwanderer zunächst vermisst

In Norditalien verunglückten derweil ein Deutscher und ein Österreicher tödlich beim Schluchtenwandern. Wie die Berg- und Höhlenrettung der Region Lombardei am Samstag auf ihrer Facebook-Seite mitteilte, waren der 41-jährige Deutsche und der 48-jährige Österreicher Teil einer siebenköpfigen deutschsprachigen Gruppe, die am Freitag zum Canyoning, also dem Begehen einer Schlucht, aufgebrochen waren. Als die Gruppe am Abend nicht zurückkehrte, verständigte der Chef ihres Hotels die Rettungskräfte.

Diese konnten zwei der Ausflügler nur noch tot bergen. Der Deutsche wurde angeseilt unter einem Wasserfall entdeckt, der Österreicher einige hundert Meter entfernt in einem kleinen See. Die beiden Männer hatten versucht, entlang der Bergwand zu einem Gebirgsbach vorzudringen. Die übrigen fünf Mitglieder der Gruppe blieben unverletzt.

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