US-Star mit klaren Worten : Neue Hymne: Barbra Streisand attackiert Trump

Frontalangriff auf Donald Trump: Barbra Streisand solidarisiert sich mit den Protestbewegungen. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa
Frontalangriff auf Donald Trump: Barbra Streisand solidarisiert sich mit den Protestbewegungen. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Barbra Streisand gegen Trump: Im Video zu "Don't Lie to Me" solidarisiert die 76-Jährige sich mit den Protestbewegungen.

svz.de von
10. Oktober 2018, 12:45 Uhr

Berlin | Mit dem Song "Don't Lie To Me" liefert Barbra Streisand eine Hymne zu den Anti-Trump-Protesten. Das Video verschärft nun die Kritik, die in den Versen nur angedeutet ist.


"Lüg mich nicht an"

Geht es nur nach den Versen, ist der Song aus Barbra Streisands nächstem Album "Walls" für viele Deutungen offen. "Don't Lie To Me" ("Lüg mich nicht an"), singt die 76-Jährige und setzt der Unwahrhaftigkeit eines namenlosen Du ihre Tränen entgegen. Der Name Trump wird kein einziges Mal erwähnt. Schon bei der Veröffentlichung des Songs im September hatte Streisand allerdings deutlich gemacht, dass es hier um keine private Liebesklage geht. Wie sehr jeder einzelne Vers den US-Präsidenten treffen soll, demonstriert jetzt das Video zum Song.

Obama weint, Trump spielt Golf

Der Clip, von Streisand selbst geschrieben und inszeniert, ist ein Frontalangriff auf den 45. US-Präsidenten: Bilder eines mal brüllenden, mal lässig Golf spielenden Trump kontrastieren mit Motiven der amerikanischen Verfassungsväter und einem weinenden Barack Obama. Eine Fotomontage widerlegt Trumps alternative Fakten zur Zuschauerzahl bei seiner Inauguration. Dazu rotiert der Ticker, der seine Falschbehauptungen seit der Amtseinführung zählt, und der Ausschlag eines Lügendetektors mutiert zu seiner Unterschrift.

Vor allem ist das Video eine Solidarisierung mit den Anti-Trump-Protesten, die Streisand in ihrer ganzen Bandbreite anhand von Agenturbildern zitiert: Demonstranten zeigen Plakate gegen Mauerbau-Pläne und Einreisestopps und bekennen sich zur Black-Lives-Matter-Bewegung. Ein kniender Sportler steht für die Anti-Rassismus-Gesten aus der National Football League. Ein anderes Bild zeigt Emma González, die als Schulmassaker-Überlebende Trumps Verbindung zur Waffenlobby angeprangert hatte. Und immer wieder fordern Bilder von mageren Eisbären und verschmutzten Flüssen einen besseren Klima- und Umweltschutz.


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