Tipps zum anstehenden Valentinstag : Romantik auf Knopfdruck?

Auch wenn Romantik auf Knopfdruck nicht wirklich funktioniert, können Blumen für eine gute Stimmung sorgen.  Foto: Robert Günther/dpa
Auch wenn Romantik auf Knopfdruck nicht wirklich funktioniert, können Blumen für eine gute Stimmung sorgen. Foto: Robert Günther/dpa

Was tun, wenn ausgerechnet am 14. Februar die Stimmung mies ist? Tipps von einer Paartherapeutin

von
08. Februar 2020, 16:00 Uhr

Romantik, Liebe, ein Meer aus roten Rosen, Kerzenlicht: So wird der Valentinstag oft dargestellt. Doch die Realität sieht bei vielen Paaren dann doch ganz anders aus. Romantik einfach so auf Knopfdruck, kann das überhaupt funktionieren?

„Sicher nicht“, meint die Paartherapeutin Annette Gralke aus Düsseldorf. Der Valentinstag könne aber als eine Erinnerung daran dienen, der Romantik Platz einzuräumen: „Das Zusammensein in den Mittelpunkt rücken, das ist als Geste ganz wichtig.“

Gralke rät, mit einem guten Frühstück zu beginnen: „Dann hat man den Tag gerettet, bevor er losgeht.“ Und danach? „Gegenseitige Massagen und kleine Geschenke, das ist immer für die Stimmung gut.“ Um nicht mit einem schlechten Geschenk die Stimmung zu vermiesen, könnten Paare einfach gemeinsam auf Geschenksuche gehen. Oder sich zum Beispiel gegenseitig zum Essen einladen.

Am Valentinstag darf man sich auch streiten

Und wenn doch Ärger in der Luft liegt? Am Valentinstag dürfe es auch knallen: „Streit gehört zu einer guten Beziehung dazu“, sagt Gralke. Er sei häufig „ein Zeichen, das noch etwas lebt in der Beziehung“.

Besonders aber rät die Psychologin Paaren, sich einfach mal für einen Tag rauszuziehen. Handy aus, Klingel aus und den Tag nur zu zweit verbringen: „Solche Erfahrungen sind heute relativ selten, weil immer mehr elektronische Medien unsere Zeit fressen“. Sich gegenseitig Zeit füreinander zu schenken, sei darum ein besonders wertvolles Gut. Was aber, wenn der Partner streikt und sich dem Tag verweigert? Kein Grund zu verzweifeln, meint Gralke. Ein Zeichen mangelnder Liebe sei das häufig nicht. Viele Menschen würden in eine Abwehrhaltung gehen, weil sie sich mit den Anforderungen, die ein Tag wie der 14. Februar mit sich bringt, überfordert fühlen. Eine ehrliche Kommunikation über Bedürfnisse sei darum hilfreich.

Nichtfeiern kann Ausdruck tiefer Gemeinschaft sein

Eine Pflicht zum Feiern gibt es nicht: „Es kann genauso ein Zeichen von Liebe sein, sich an dem Tag nichts zu schenken.“ Auch damit drückten Paare aus, dass sie eine tiefe Gemeinschaft hätten und keinen von außen bestimmten Anlass brauchen, um sich die gegenseitige Liebe zu beweisen.

Um aber ganz sicher zu sein, dass beide Partner die gleichen Vorstellungen und Ansprüche haben, rät die Therapeutin auch hier zu ehrlicher Kommunikation. Paare sollten sich also klar darüber verständigen, wie der Tag verbracht werden soll. Denn: „Wenn Erwartungen enttäuscht werden, kann das ziemlich verletzend sein“.

Darum geht's im MEDIENPROJEKT von SVZ und NNN

Etwa 65.000 Schüler und Lehrer allein in unserem Verbreitungsgebiet erhalten in einem gemeinsamen Projekt der Zeitungsverlage und des MV-Bildungsministeriums bis zum Jahresende kostenlosen Zugang zu den Newsportalen. Fragen Sie an den Einrichtungen ihrer Kinder nach den Bedingungen und Login-Daten, die Sie auch in der Familie nutzen können.
Was bewegt die Schüler ab Klasse 5 bis hinauf in die Gymnasien und Berufsschulen unseres Landes? Was passiert in ihrem Umfeld, in Deutschland und der Welt? Wie können seriöse Nachrichten von Fake News unterschieden werden?
Die Schweriner Volkszeitung und die Norddeutschen Neuesten Nachrichten bieten den Schülern die aktuellsten Berichte, liefern in einem speziellen Dossierbereich "Diskussionsstoff" für den Unterricht und möchten mit ihnen in Austausch kommen.
 
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen