Bericht des Handelsblatts : VW zahlt allein 1,77 Milliarden Euro für Berater und Anwälte im Abgasskandal

Der Volkswagen-Konzern hat seinen Hauptsitz in Wolfsburg.
Der Volkswagen-Konzern hat seinen Hauptsitz in Wolfsburg.

Der Abgasskandal kostete VW bislang bis zur 30 Milliarden Euro und das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange.

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16. Juni 2019, 14:14 Uhr

Wolfsburg | Volkswagen hat für Berater und Anwälte, die der Konzern im Zusammenhang mit dem Dieselskandal beauftragt hat, bisher 1,77 Milliarden Euro ausgegeben. Die Summe beinhalte Zahlungen für alle Marken inklusive Audi und Porsche sowie alle Märkte, berichtete das "Handelsblatt" am Sonntag (Online). Ein VW-Sprecher bestätigte die Zahl von 1,77 Milliarden Euro.

Zahlungen werden sich noch erhöhen

Es wird davon ausgegangen, dass die Summe noch steigen wird, da die juristischen Verfahren im Zusammenhang mit dem Abgasskandal noch nicht abgeschlossen sind. Zu den großen Auftragnehmern zählt die US-Anwaltskanzlei Jones Day, die VW im September 2015 mit der Vertretung gegenüber den Strafverfolgungsbehörden in den USA beauftragt hatte.

Volkswagen hatte zu Jahresbeginn spürbar an Gewinn eingebüßt. Unter dem Strich verdiente der Konzern im ersten Quartal 3,05 Milliarden Euro, nach rund 3,3 Milliarden Euro vor einem Jahr. Dazu trugen auch die Kosten für Rechtsstreitigkeiten rund um die manipulierten Dieselmotoren bei. In der Rechnung seien Kosten für Rechtsanwälte, Vergleiche und ausstehende Verfahren enthalten, hatte VW-Finanzvorstand Frank Witter Anfang Mai gesagt.

Insgesamt hat der Dieselskandal VW rund 30 Milliarden Euro gekostet. Die Endabrechnung dürfte allerdings noch um einige Milliarden Euro höher ausfallen – auch weil die Anwälte mit ihren Arbeiten noch lange nicht am Ende sind, schreibt das Handelsblatt.

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