Albtraum auf der Ferieninsel : Unwetter auf Mallorca: Die Zerstörung in Bildern

Nach dem Unwetter packen alle mit an: Anwohner beseitigen die Spuren der Verwüstung. Foto: Clara Margais/dpa
Nach dem Unwetter packen alle mit an: Anwohner beseitigen die Spuren der Verwüstung. Foto: Clara Margais/dpa

Nach den schweren Überflutungen auf der Lieblingsinsel der Deutschen kommt langsam das Ausmaß der Schäden ans Licht.

svz.de von
12. Oktober 2018, 14:22 Uhr

  • Infolge des katastrophalen Sturzregens auf der Insel, sind insgesamt zwölf Menschen ums Leben gekommen. Unter ihnen befanden sich drei Deutsche.
  • Im Osten der Insel sind Dörfer und ganze Landstriche mit Dreck und Schlamm überzogen.
  • Nach den schweren Überflutungen von Dienstagabend kommt am Freitag langsam das Ausmaß der Schäden ans Licht.
  • Meteorologe Jörg Kachelmann zum Unwetter auf Mallorca: "Man hätte warnen können"
  • Weitere Entwicklungen zur Situation auf Mallorca lesen Sie hier.

Palma | Unwetter auf Mallorca - die Zerstörung in Bildern

Freitag, 12. Oktober:

Die Einsatzkräfte schließen nicht aus, dass weitere Menschen unter den Schlamm-Massen begraben sein könnten - es würden immer wieder persönliche Gegenstände entdeckt, die befürchten ließen, dass es weitere Vermisste geben könnte, sagte ein Mitglied der Rettungsteams dem Nachrichtensender "Canal 24 Horas". In Sant Llorenc Des Cardassar halten die Aufräumarbeiten an: Spanische Soldaten reinigen dort die verschlammte Straße Des Cardassar.

Foto: Clara Margais/dpa
Clara Margais
Foto: Clara Margais/dpa

Ein fünfjähriges Kind wurde am Freitag weiterhin vermisst. Nach Angaben von Balearen-Präsidentin Francina Armengol beteiligten sich rund 800 Einsatzkräfte an der Suche nach dem Jungen. Auf der Suche nach Vermissten sind unter anderem Angehörige der militärischen Nothilfeeinheit Militar de Emergencias und der Guardia Civil. Sie steigen auf einen Hang in S'Illot.

Foto: Clara Margais/dpa
Clara Margais
Foto: Clara Margais/dpa

Am Nachmittag wollte das spanische Königspaar auf die Insel kommen, um sich ein Bild von der Lage im Katastrophengebiet zu machen. König Felipe wollte am Morgen zunächst in Madrid die Militärparade anlässlich des spanischen Nationalfeiertages abnehmen und dann mit Ehefrau Letizia nach Mallorca reisen.

 Foto: Paul White/AP/dpa
Paul White
Foto: Paul White/AP/dpa

Donnerstag, 11. Oktober

"Der Weg durch das Dorf gleicht einer Odyssee", sagte ein Kommentator am Donnerstag im spanischen Fernsehen. Menschen wateten auch zwei Tage nach dem Unwetter noch immer knöcheltief durch braunen Schlamm. Wie hier in Sant Llorenc: Die Sonne scheint wieder, aber die Aufräumarbeiten sind noch im Gange.

Foto: Francisco Ubilla/AP/dpa
Francisco Ubilla
Foto: Francisco Ubilla/AP/dpa

Tausende Einwohner verloren bei der Katastrophe all ihre Besitztümer. Balearen-Präsidentin Armengol sprach von "Millionenschäden". Auch am Donnerstag steht das Wasser noch auf manchen Straßen in Mallorca.

Foto: Clara Margais/dpa
Clara Margais
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Die Wassermassen hatten viel Kraft. Autos wurden einfach weggespült.

Foto: Clara Margais/dpa
Clara Margais
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Mittwoch, 10.Oktober

Am schlimmsten betroffen war der Ort Sant Llorenç des Cardassar 60 Kilometer östlich von Palma. Eine Anwohnerin befreit ihr Haus von Schlamm und Trümmern.

Foto: Clara Margais/dpa
Clara Margais
Foto: Clara Margais/dpa

Alles Hab und Gut der Bewohner steht auf der Straße. Die Aufräumarbeiten werden noch Wochen dauern.

Foto: Clara Margais/dpa
Clara Margais
Foto: Clara Margais/dpa

Das Medieninteresse ist riesig: Der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez (Foto, mitte), gibt nach einem Gespräch mit Anwohnern der besonders stark vom Regen betroffenen Stadt Sant Llorenc eine Pressekonferenz.

Foto: Clara Margais/dpa
Clara Margais
Foto: Clara Margais/dpa

Dienstag, 9. Oktober

Die Ortschaften Betlem und Colònia de Sant Pere waren weitgehend von der Außenwelt abgeschnitten, berichtete das "Mallorca Magazin". Straßen waren nicht mehr befahrbar. Eine Einsatzkraft steht in der Nacht zu Mittwoch auf einer mit Schlamm verschmutzten Straße. Die verheerenden Ausmaße des Unwetters waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht abzusehen.

Foto: Guardia Civil/Europa Press/dpa
Guardia Civil
Foto: Guardia Civil/Europa Press/dpa

Nach dem Sturzregen am Dienstagabend waren mehrere Orte an der Ostküste Mallorcas überschwemmt worden. Am schlimmsten war der Osten der Insel von dem Unwetter betroffen. Meteorologen zufolge kamen zeitweise bis zu 233 Liter Wasser pro Quadratmeter vom Himmel. Innerhalb kürzester Zeit verwandelten sich Straßen in reißende Flüsse.

Foto: Policía Nacional/Europa Press/dpa
Policía Nacional
Foto: Policía Nacional/Europa Press/dpa
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