"Desperate Housewives"-Star : Unter Tränen: Felicity Huffman bekennt sich in Bestechungsskandal schuldig

Die Schauspielerin Felicity Huffman ist in Deutschland vor allem für ihre Rolle in der Serie 'Desperate Housewives' bekannt.
Die Schauspielerin Felicity Huffman ist in Deutschland vor allem für ihre Rolle in der Serie "Desperate Housewives" bekannt.

Ihre Tochter habe nichts von der Bestechung gewusst. Der Schauspielerin droht nun eine Gefängnisstrafe.

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14. Mai 2019, 09:04 Uhr

Boston | Ob die Tränen sie vor dem Gefängnis bewahren werden? Die US-Schauspielerin Felicity Huffman hat sich im Hochschul-Bestechungsskandal offiziell schuldig bekannt. Mit dem Eingeständnis vermeidet die 56-Jährige voraussichtlich einen Aufsehen erregenden Prozess – und vielleicht auch eine lange Haftstrafe. Nach Mitteilung der Staatsanwaltschaft in Boston (US-Staat Massachusetts) soll eine Richterin am 13. September das Strafmaß bekanntgeben. Nach dem Willen der Anklage soll Huffman mindestens vier Monate Haft sowie eine Bewährungsstrafe erhalten und eine Geldstrafe von 20.000 Dollar leisten.

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Huffman, die aus ihrer Ehe mit dem Schauspieler William H. Macy zwei Töchter hat, hatte bereits im April ihre Schuld eingeräumt. Sie soll 15.000 Dollar Schmiergeld gezahlt haben, um zu erreichen, dass Antworten ihrer ältesten Tochter beim landesweiten Einstufungstest SAT nachträglich aufgebessert wurden.

Mit "tiefem Bedauern und Scham"

In Begleitung ihres Bruders sei Huffman am Montag vor Gericht erschienen, berichtete das US-Magazin "People". Unter Tränen habe sie vor der Richterin gestanden und erneut beteuert, dass ihre Tochter nichts von dem Betrug wusste. Mit "tiefem Bedauern und Scham" für ihr Handeln würde sie die volle Verantwortung für ihre Taten übernehmen, hatte Huffman bereits im April erklärt.

Der Bestechungsskandal war Mitte März bekannt geworden. Wohlhabende Eltern sollen Geld gezahlt haben, damit ihre Kinder an Elite-Hochschulen aufgenommen wurden. Betroffen sind unter anderem die Universität Yale, die Georgetown University in Washington und die kalifornische Universität Stanford.

Weitere Schauspieler betroffen

Die Bestechungsgelder flossen an William Singer, der mittels eines ausgeklügelten Netzwerks für die Aufnahme weniger qualifizierter Studenten sorgte. So ließ er Prüfungsergebnisse fälschen und bestach Trainer, die Studienplatzanwärtern überdurchschnittliche sportliche Leistungen bescheinigten, um ein Sport-Stipendium zu ergattern. Singers kriminelle Organisation sammelte so insgesamt 25 Millionen Dollar von Eltern ein. Er hat sich bereits schuldig bekannt. Gegen die betroffenen Hochschulen wurden bislang keine Verfahren eingeleitet.

Unter den Dutzenden Angeklagten sind auch die Schauspielerin Lori Loughlin (54) aus der Sitcom "Full House" und ihr Mann, der Modedesigner Mossimo Giannulli. Sie sollen 500.000 Dollar gezahlt haben, um ihre beiden Töchter fälschlicherweise als Ruderinnen auszugeben und sie über das Sportteam an der USC in Kalifornien unterzubringen.

Das Ehepaar plädierte im April zu Vorwürfen von Betrug und Geldwäsche auf "nicht schuldig", damit kommt es nun zu einem Prozess. Im Falle eines Schuldspruchs drohen längere Haftstrafen und empfindliche Geldbußen

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