Hinrichtung : Trotz internationaler Kritik: Japan vollstreckt zwei Todesurteile

Japans rechtskonservativer Ministerprädident Shinzo Abe.
Japans rechtskonservativer Ministerprädident Shinzo Abe.

Vor ihrer Hinrichtung leben die zum Tode Verurteilten häufig jahrelang in Einzelhaft.

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02. August 2019, 07:30 Uhr

Tokio | Ungeachtet internationaler Kritik hat die Regierung in Japan erneut zwei Todesurteile vollstrecken lassen. Das berichteten japanische Medien am Freitag unter Berufung auf informierte Quellen. Damit starben seit Amtsantritt des rechtskonservativen Ministerpräsidenten Shinzo Abe 2012 bislang 38 Menschen am Galgen. Japan, die drittgrößte Wirtschaftsnation der Welt, gehört zu den wenigen Industrieländern, die an der Todesstrafe festhalten.

Verurteilte wissen nicht, wann sie hingerichtet werden

Menschenrechtsaktivisten prangern seit Jahren den Umgang mit Hinrichtungen und die Haftbedingungen in dem G7-Land an. Als besonders grausam kritisieren auch ausländische Regierungen, dass den Todeskandidaten der Zeitpunkt ihrer Hinrichtung nicht mitgeteilt wird. Die zum Tode Verurteilten leben oft jahrelang in Einzelhaft.

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