Falsche Polizisten : Trickbetrüger bringen Seniorinnen um 21.000 Euro

Der Betrüger gab sich am Telefon als Bankmitarbeiter aus.
Der Betrüger gab sich am Telefon als Bankmitarbeiter aus.

Gleich zwei Seniorinnen in Buchholz in Niedersachsen sind auf Trickbetrüger hereingefallen.

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22. März 2020, 11:38 Uhr

Buchholz | Trickbetrüger haben bei zwei Seniorinnen in Buchholz im Landkreis Harburg insgesamt 21.000 Euro abgesahnt. Die Betrüger hätten die Masche der "falschen Polizeibeamten" abgewandelt, teilte die Polizei am Freitag mit.

82-Jährige hebt 12.000 Euro ab

Ein Mann, der sich als Bankmitarbeiter ausgab, rief demnach am Dienstag bei einer 82-Jährigen an und erzählte von verdächtigen Geldabhebungen. Er riet ihr, in die Bank zu kommen und das restliche Geld vom Sparbuch abzuheben, um es sicher verwahren zu können. Dazu vermittelte der Unbekannte an einen angeblichen "Hauptkommissar Walther", der die Verwahrung mit der Frau besprach. Die 82-Jährige hob 12.000 Euro ab und deponierte das Geld vor ihrem Wohnhaus, wo die Täter es abholten. Am Donnerstag ergaunerten Unbekannte mit einer ähnlichen Masche 9000 Euro von einer 77-Jährigen aus Buchholz.

Die Polizei wies darauf hin, dass Geld und Wertsachen niemals von der Polizei in Verwahrung genommen werden. Eine telefonische Kontaktaufnahme durch die Polizei zur Anbahnung eines Ermittlungsverfahrens, wie in diesem Fall, gibt es demnach nicht.

Kriminelle nutzen auch Corona-Krise aus

Die Behörden warnen auch in der Corona-Krise vor neuen Maschen von Trickbetrügern. In Buxtehude klingelten am Freitagabend drei bisher unbekannte Männer in weißen Anzügen an mindestens einer Haustür und gaben sich als Mitarbeiter des Gesundheitsamtes aus, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Die Männer hätten erklärt, im Auftrag des Gesundheitsamtes gekommen zu sein, um das Gebäude wegen der Coronavirus-Pandemie zu begutachten. Der Bewohner habe sie aber nicht ins Haus gelassen.

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Das Gesundheitsamt des Landkreises Stade weist darauf hin, dass es grundsätzlich keine Hausbesuche mache. "Wir untersuchen keine Wohnungen auf Coronaviren. Erkrankte oder Menschen, die möglicherweise mit Coronaviren infiziert sind, werden schriftlich oder telefonisch kontaktiert", hieß es.

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