Bekannte Persönlichkeiten : Diese Prominenten sind im Jahr 2019 gestorben

Hannelore Elsner auf einer Berliner Theaterbühne 2008.
Hannelore Elsner auf einer Berliner Theaterbühne 2008.

Welche Musiker, Schauspieler und sonstigen Stars starben im Jahr 2019? An dieser Stelle finden Sie einen Überblick.

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24. April 2019, 21:45 Uhr aktualisiert vor 58 Minuten

Hamburg | Bruno Ganz, Hannelore Elsner, Karl Lagerfeld, Klaus Kinkel oder auch Rudi Assauer – in diesem Jahr starben einige bekannte Persönlichkeiten:


Ken Kercheval (21. April)

Der US-Schauspieler Ken Kercheval starb am 21. April im Alter von 83 Jahren. Berühmt wurde Kercheval durch seine Rolle als der Öl-Tycoon Cliff Barnes, der ewig unterlegene Gegenspieler von J. R. Ewing (Larry Hagman), aus der 80er Jahre Hit-Serie "Dallas". In den USA lief das Familiendrama um Geld, Macht und Intrigen 14 Jahre lang ununterbrochen. Kercheval spielte in allen Staffeln mit. Der Schauspieler, der seine Karriere am New Yorker Broadway begonnen hatte, spielte auch in Kino-Filmen wie "The Seven-Ups" und "F.I.S.T. – Ein Mann geht seinen Weg" mit. Kercheval war starker Raucher. In den 90er Jahren erkrankte er an Lungenkrebs und musste sich einer Operation unterziehen.

Ken Kercheval
imago/Independent Photo Agency
Ken Kercheval


Hannelore Elsner (21. April)

Im Alter von 76 Jahren ist die Schauspielerin Hannelore Elsner überraschend nach kurzer, schwerer Krankheit am 21. April gestorben. Die Charakterdarstellerin galt als eine der großen Diven des deutschen Nachkriegsfilms. Sie war in mehr als 200 Fernseh- und Kino-Rollen zu sehen. Im TV war Elsner besonders erfolgreich als "Die Kommissarin" (1994-2006). Im Kino schaffte sie ihren großen Durchbruch mit "Die Unberührbare" (2000). Der Film erzählt von den letzten Jahren der Schriftstellerin Hanna Flanders und lehnt sich eng an die Vita der Schriftstellerin Gisela Elsner an.

Hannelore Elsner
imago images/Spöttel Pictures
Hannelore Elsner


Heidi Hetzer (23. April)

Die berühmte Berliner Rallyefahrerin Heidi Hetzer wurde 81 Jahre alt, sie starb am 23. April in Berlin. Die letzte große Reise der Weltenbummlerin ging nach Südafrika, wo sie in Kapstadt überfallen wurde. Die ehemalige Autohaus-Chefin wollte sich nach der längeren Afrika-Tour erstmal eine Pause gönnen. Sie war zuvor zweieinhalb Jahre mit Oldtimer "Hudo" um die Welt gereist, was viel Aufsehen erregte.

Heidi Hetzer.
dpa/Britta Pedersen
Heidi Hetzer.


Carl Jakob Haupt (19. April)

Der Berliner Modeblogger Carl Jakob Haupt ist am 19. April gestorben. Haupt wurde mit dem Männer-Mode-Blog "Dandy Diary" und legendären Partys bei der Berliner Fashion Week bekannt. "Mein Ehemann Carl Jakob Haupt ist Karfreitag in meinen Armen friedlich eingeschlafen. Er hat sich so verabschiedet, wie er es sich gewünscht hat. Nach Wochen des Kampfes gegen den Krebs", schrieb seine Ehefrau Giannina Haupt bei Instagram. Carl Jakob Haupt wurde 34 Jahre alt.

Carl Jakob Haupt
dpa/Jörg Carstensen
Carl Jakob Haupt


Martin Böttcher (19. April)

Der Filmkomponist Martin Böttcher, dessen Musik zahlreiche Winnetou-Filme begleitete, ist tot. Er starb am 19. April im Alter von 91 Jahren. Böttcher untermalte zehn Karl-May-Streifen für die Leinwand – er wurde so zu einem der erfolgreichsten Filmkomponisten Deutschlands. 1962 führte seine "Old Shatterhand"-Melodie 17 Wochen lang die deutschen Charts an. Sein Debüt als Komponist bei einer Spielfilm-Produktion gab Böttcher 1955 in "Der Hauptmann und sein Held".

Martin Böttcher
dpa/Carsten Rehder
Martin Böttcher


Siegmar Wätzlich (18. April)

Der frühere DDR-Auswahlspieler Siegmar Wätzlich ist am 18. April nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 71 Jahren gestorben. Dies teilte sein Verein Dynamo Dresden mit, für den er 220 Pflichtspiele bestritt. Wätzlich bestritt 24 A-Länderspiele für die DDR, mit der er bei den Olympischen Spielen 1972 in München die Bronze-Medaille gewann. Zwei Jahre später war er bei der WM-Endrunde beim 1:0-Erfolg der DDR-Mannschaft in der Vorrunde gegen das Team der Bundesrepublik dabei.

Siegmar Wätzlich
imago images/Robert Michael
Siegmar Wätzlich


Seymour Cassel (7. April)

Der US-amerikanische Schauspieler Seymour Cassel, der häufig mit den Regisseuren John Cassavetes und Wes Anderson arbeitete, ist am 7. April verstorben. Cassel starb laut Aussage seines Sohnes an der Alzheimerkrankheit. Der Charakterdarsteller wurde 84 Jahre alt. Cassel, der in zahlreichen Independent-Filmen mitspielte, ist der Namenspate für einen Filmpreis beim Internationalen Filmfest Oldenburg. Seit 2012 wird dort der "Seymour Cassel"-Ehrenpreis an einen Darsteller vergeben.

Seymour Cassel
imago/EntertainmentPictures
Seymour Cassel


Michael Brennicke (25. März)

Der Sprecher der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY", Michael Brennicke, ist am 25. März überraschend im Alter von 75 Jahren gestorben. Nach 30 Jahren war seine Stimme am Mittwoch (27. März 2019) zum letzten Mal in der Sendung zu hören. Seit 1989 hatte Brennicke der Sendung "Aktenzeichen XY" seine Stimme geliehen. In den 70er Jahren war Brennicke auch als Schauspieler in einigen wenigen Produktionen zu sehen, später konzentrierte er sich aber auf das Synchro-Geschäft. Er sprach nicht nur bei "Aktenzeichen XY", sondern hat auch Hollywood-Größen seine Stimme geliehen, darunter etwa Chevy Chase, Dustin Hoffmann und Kurt Russell.

Foto: imago/Reinhard Kurzendörfer
Foto: imago/Reinhard Kurzendörfer


Rafi Eitan (23. März)

Der Israeli Rafi Eitan, ehemaliger Chef der israelischen Geheimdienst-Truppe, die den Organisator der nationalsozialistischen Judenvernichtung, Adolf Eichmann, im Jahr 1960 aus Argentinien entführte, starb am 23. März im Alter von 92 Jahren in Tel Aviv. Eichmann war unter den Nationalsozialisten an zentraler Stelle für die Ermordung von Millionen Juden verantwortlich. Er wurde – nach der Entführung durch das Geheimdienstkommando unter Eitans Leitung – 1962 in Israel zum Tode verurteilt und hingerichtet. Die Entführung hatte erhebliche diplomatische Verwicklungen zwischen Argentinien und Israel ausgelöst.

Rafi Eitan
dpa/Sebastian Scheiner
Rafi Eitan


Dick Dale (16. März)

Der US-amerikanische Gitarrist Dick Dale, ein Pionier der Surf-Musik, ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Bekannt war er auch alsd er "King of the Surf Guitar". In den frühen 1960er Jahren war er durch Instrumental-Hits wie "Let's Go Trippin" und "Misirlou" bekannt geworden. Hollywood-Regisseur Quentin Tarantino setzte den Titel "Misirlou" zum Auftakt seines Kult-Streifens "Pulp Fiction" (1994) ein und machte ihn damit 30 Jahre nach der Original-Aufnahme wieder populär.

Dick Dale
dpa/Richard Drew
Dick Dale


Charlie Whiting (14. März)

Der Renndirektor der Formel 1 Charlie Whiting ist am 14. März im Alter von 66 Jahren gestorben. Whiting hatte seine Motorsport-Karriere wie so viele als Mechaniker begonnen. Gemeinsam mit seinem Bruder Nick arbeitete er von 1977 an in der Formel 1 beim Hesketh-Rennstall. Später wechselte er zu Bernie Ecclestones Brabham-Team und wurde dort Cheftechniker. 1988 trat er dann einen Job als Technischer Delegierter beim Weltverband an und machte sich einen Namen als penibler Regelwächter.

Charlie Whiting
imago/ZUMA Press
Charlie Whiting


Klaus Kinkel (5. März)

Der ehemalige Bundesaußenminister und FDP-Vorsitzende Klaus Kinkel ist am 5. März im Alter von 82 Jahren gestorben. Kinkel gehörte über viele Jahre zu den engsten Mitarbeitern des früheren Außenministers Hans-Dietrich Genscher (ebenfalls FDP). Nach dessen Abschied aus dem Auswärtigen Amt übernahm er 1992 für sechs Jahre selbst das Ministerium. Kinkel war auch Vizekanzler der damaligen schwarz-gelben Koalition. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) würdigte Kinkel als großen Liberalen und kompromisslosen Streiter für Freiheit und Demokratie. "Ich trauere um einen treuen Weggefährten aus der Zeit nach der deutschen Wiedervereinigung", ließ die Kanzlerin mitteilen.

Klaus Kinkel
Klaus Kinkel


Luke Perry (4. März)

Der US-Schauspieler Luke Perry ist am 4. März im Alter von 52 Jahren verstorben. Wie aus dem Umfeld des Schauspielers mitgeteilt wurde, erlag Perry den Folgen des massiven Schlaganfalls, den er in der Woche zuvor erlitten hatte. Perry war durch die Fernsehserie "Beverly Hills, 90210" zu weltweiter Berühmtheit gelangt.

Luke Perry
Luke Perry


Keith Flint (4. März)

Keith Flint, Frontsänger der beliebten Big-Beat- und Elektro-Band The Prodigy, ist am 4. März gestorben. Der 49-Jährige wurde demnach in seinem Haus in Dunmow nahe London leblos aufgefunden. Die Band trauerte auf Twitter um Flint – "einen wahren Pionier, einen Innovator und eine Legende".

Keith Flint
Keith Flint


Werner Schneyder (3. März)

Im Alter von 82 Jahren ist am 3. März der österreichische Kabarettist Werner Schneyder gestorben. Jahrzehntelang hat Schneyder als Satiriker die Verhältnisse in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft aufs Korn genommen. Mehr als 1000 Auftritte auf den Bühnen in Österreich und Deutschland, eine legendäre Zusammenarbeit mit Dieter Hildebrandt bei der Münchner "Lach- & Schießgesellschaft" und viele Ausflüge in die Sportwelt unter anderem als Box-Kommentator haben Schneyder bekannt gemacht.

Werner Schneyder
dpa/Ingo Wagner
Werner Schneyder


Gus Backus (21. Februar)

Nach schwerer Krankheit starb am 21. Februar Schlagersänger Gus Backus mit 81 Jahren. Geboren in New York unter dem Namen Donald Edgar Backus wurde er in Deutschland in den 1960er und 1970er Jahren unter anderem mit Hits wie "Brauner Bär und weiße Taube", "Da sprach der alte Häuptling der Indianer" und "Der Mann im Mond" berühmt und auch wegen seines amerikanischen Akzents. Auch als Schauspieler stand Backus für mehr als 30 Filme vor der Kamera. Seinen berühmtesten Auftritt hatte er in der österreichischen Filmkomödie "Unsere tollen Tanten" (1961) mit seiner "Sauerkraut Polka".

Gus Backus
Gus Backus


Hilde Zadek (21. Februar)

Im Alter von 101 Jahren starb am 21. Februar die Kammersängerin Hilde Zadek. Zadek gehörte zu den größten Sopranistinnen des 20. Jahrhunderts. Bei der Wiener Staatsoper war sie Ehrenmitglied. Zwischen 1947 und 1971 sang Hilde Zadek 39 Rollen in 37 verschiedenen Opern. Zu ihren glanzvollsten Partien zählten neben der Aida die Tosca und die Ariadne in Richard Strauss' "Ariadne auf Naxos". 1971 verabschiedete sie sich von der Bühne.

Hilde Zadek
Hilde Zadek


Peter Rüchel (20. Feburar)

Peter Rüchel, Mit-Erfinder der Musiksendung "Rockpalast", starb am 20. Februar im Alter von 81 Jahren in Leverkusen. Zu den Verdiensten Peter Rüchels gehöre es laut WDR-Intendant Tom Buhrow, neben etablierten Größen auch kommenden Weltstars ein Forum gegeben zu haben, so U2 im Jahr 1981 und R.E.M. vier Jahre später. Der gebürtige Berliner kam nach Stationen beim Sender Freies Berlin und beim ZDF 1974 zum WDR und wurde Leiter des Jugendprogramms. Anfang 1976 startete der WDR ein wöchentliches, halbstündiges Jugendprogramm, in dem es einmal im Monat unter dem Namen "Rockpalast" auch Live-Musik gab. Die erste reguläre Rocknacht gab es vom 23. auf den 24. Juli 1977.

Peter Rüchel
Peter Rüchel


Karl Lagerfeld (19. Februar)

Am 19. Februar starb Karl Lagerfeld im Alter von 85 Jahren in Neuilly-sur-Seine. Der in Hamburg geborene Modeschöpfer begann seine Laufbahn in der französischen Modewelt Mitte der 1950er Jahre in Paris, seit 1983 fungierte er als Kreativdirektor bei dem französischen Modehaus Chanel, dessen Revival in den 1980er Jahren und anschließender Aufstieg zu einem internationalen Milliardenkonzern zu großen Teilen Lagerfeld zugeschrieben wird. Laut französischen Medien litt Lagerfeld an Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Karl Lagerfeld
Karl Lagerfeld


Marco Heinsohn (17. Februar)

Marco Heinshohn, der Hallensprecher des Handball Sport Vereins Hamburg, starb am 17. Februar im Alter von 49 Jahren an Darmkrebs. Heinsohn wurde in Hamburg geboren und arbeitete als Moderator unter anderem für die Radiosender ffn und Radio Hamburg. Seit 1997 war er auch fürs Fernsehen tätig. Seit Mai 2010 stand er für "17:30 Sat.1 Regional für Niedersachsen und Hamburg" vor der Kamera. Einer breiten Öffentlichkeit wurde er als Boris-Becker-Imitator bekannt.

Marco Heinsohn
imago/Dreisicht
Marco Heinsohn


Bruno Ganz (16. Februar)

Am 16. Februar starb im Alter von 77 Jahren der Schweizer Schauspieler Bruno Ganz in Zürich. Ganz war auf der Bühne und im Film einer der Großen seines Fachs. Von der Kritik in höchsten Tönen gelobt und nach seinen eigenen Worten ein Einschnitt in seinem künstlerischen Wirken war seine Verkörperung des Diktators Adolf Hitler in "Der Untergang" (2004). 2017 spielte Ganz in "Der Trafikant" den Psychoanalytiker Sigmund Freud.

Die von Ganz mitbegründete Berliner Schaubühne wurde in den 1970er Jahren zum Dreh- und Angelpunkt des europäischen Theaterlebens. Dort spielte Ganz unter anderem die Titelrolle in Ibsens "Peer Gynt" und in "Kleists Traum vom Prinzen Homburg". Mitte der 70er Jahre wurde der Film zu seinem Metier.


Bruno Ganz
dpa/Fredrik von Erichsen
Bruno Ganz


Maximilian Reinelt (10. Februar)

Im Alter von 30 Jahren starb Ruder-Olympiasieger Maximilian Reinelt beim Skifahren im Schweizer St. Moritz. Der gebürtige Ulmer wurde mit dem Achter 2012 in London Olympiasieger und holte 2016 in Rio de Janeiro Silber. Er wurde zweimal Welt- und fünfmal Europameister. Der Mediziner beendete seine Karriere nach den Spielen in Brasilien.

Maximilian Reinelt
dpa/Ina Fassbender
Maximilian Reinelt


Heinz Fütterer (10. Februar)

Der "Sportler des Jahres" und 100-Meter-Weltrekord-Sprinter von 1954 Heinz Fütterer starb im Alter von 87 Jahren nach kurzer Krankheit. Der gelernte Fischer und später erfolgreiche Geschäftsmann war zwischen 1954 und 1958 dreimal Europameister und holte 1956 Olympia-Bronze mit der deutschen 4 x 100-Meter-Staffel. Gegen den großen Jesse Owens ist Fütterer nie gerannt, und doch ist sein Name eng mit der Leichtathletik-Ikone verbunden.

Zu seinen Glanzzeiten war Fütterer der schnellste Mann der Welt. Der Leichtathlet vom Karlsruher SC gewann 536 internationale Rennen, blieb von 1953 bis 1955 ungeschlagen und war 1954 Europameister über 100 und 200 Meter. Sein Europarekord über 200 Meter (20,8 Sekunden) hielt über 20 Jahre. Heutige Sprinter können so etwas nicht glauben, aber: Fütterer bestritt meist über 100 Rennen pro Saison.

Heinz Fütterer
imago/Sven Simon
Heinz Fütterer


Katharina Lindner (9. Februar)

Die ehemalige Fußball-Bundesligaspielerin des 1. FFC Frankfurt, Katharina Lindner, starb im Alter von 39 Jahren in Schottland. Die gebürtige Münchnerin gewann 1999 mit dem Frankfurter Club Meisterschaft und DFB-Pokal. Für Glasgow City bestritt Lindner 173 Spiele und erzielte 128 Tore. Lindner absolvierte auch Spiele für deutsche Junioren-Nationalmannschaften.


Albert Finney (8. Februar)

Der mehrfach für den Oscar nominierte Schauspieler Albert Finney ("Erin Brockovich") starb im Alter von 82 Jahren nach kurzer Krankheit. 2011 hatte Finney berichtet, er habe eine Krebserkrankung überstanden. Der Schauspieler war in den 60er Jahren eines der bekanntesten Gesichter des britischen Kinos. Für den Abenteuerfilm "Tom Jones" wurde er 1964 erstmals für den Oscar als Bester Hauptdarsteller nominiert. Später war er in "Scrooge" (1970) und "Mord im Orient-Express" (1974) auf der Leinwand zu sehen. Für "Erin Brockovich" mit Julia Roberts (2000) erhielt er eine Oscar-Nominierung als Bester Nebendarsteller. Zuletzt war er 2012 in "James Bond 007 – Skyfall" und "Das Bourne Vermächtnis" zu sehen.

Albert Finney
dpa/Hubert Boesl
Albert Finney


Jörg Schönbohm (8. Februar)

Der CDU-Politiker und frühere Innenminister von Brandenburg, Jörg Schönbohm starb im Alter von 81 Jahren, wie die Brandenburger CDU mitteilte. Schönbohm hatte im Jahr 2012 einen Schlaganfall erlitten und später an den Folgen gelitten.

1996 wurde Schönbohm Innensenator in Berlin. Erst zwei Jahre zuvor war er in die CDU eingetreten. 1999 wechselte Schönbohm nach Brandenburg, wo er die zuvor zerstrittene Landes-CDU einte. In Potsdam wurde er wenig später in einer rot-schwarzen Koalition Innenminister und Vize-Regierungschef.

Jörg Schönbohm
dpa/Ralf Hirschberger
Jörg Schönbohm


Rosamunde Pilcher (7. Februar)

Im Februar ist die britische Schriftstellerin Rosamunde Pilcher im Alter von 94 Jahren gestorben. Pilcher starb demnach in Dundee in Schottland. Der Produzent der Pilcher-Filme, Michael Smeaton, bestätigte, dass die Schriftstellerin in Folge eines Schlaganfalls gestorben sei. Die Britin war mit ihren Romanen eine der erfolgreichsten Schriftstellerinnen ihrer Zeit. Ihre Bücher waren die Grundlage von etlichen Filmen, die regelmäßig Millionen Fernsehzuschauer vor die Bildschirme lockten, ganz besonders in Deutschland.

Rosamunde Pilcher
dpa/Horst Ossinger
Rosamunde Pilcher


Rudi Assauer (6. Februar)

Der frühere Schalke-Manager starb im Alter von 74 Jahren an den Folgen seiner jahrelangen Alzheimer-Erkrankung. In seiner Wohnung in Herten schlief Assauer in den Armen seiner Tochter Bettina Michel ein. Der Fußball beherrschte Assauers Leben, bis zu seiner Erkrankung - und auch noch danach war er bis vor gut einem Jahr hier und da zu Gast bei den Heimspielen der Knappen, solange es sein Gesundheitszustand zuließ. In den letzten Monate war er schon auf den Rollstuhl angewiesen, wurde daheim gepflegt von seiner Tochter Bettina Michel und seiner langjährigen Sekretärin Sabine Söldner.

Rudi Assauer
imago/Thomas Pakusch
Rudi Assauer


Vaclav Vorlicek (5. Februar)

Der Tscheche Vaclav Vorlicek starb im Alter von 88 Jahren in Prag nach einer Krebserkrankung. Vorlicek galt als einer der Wegbereiter des tschechoslowakischen Märchenfilms. Bekanntheit erlangte er vor allem als Regisseur des TV-Weihnachtsklassikers "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel". In den 1980er Jahren drehte Vorlicek beliebte Fantasy-Kinderserien wie "Die Märchenbraut" und "Der fliegende Ferdinand", die sowohl im west- als auch im ostdeutschen Fernsehen zu sehen waren. Für sein Lebenswerk wurde Vorlicek 2017 mit dem Kristallglobus des internationalen Filmfestivals in Karlsbad (Karlovy Vary) ausgezeichnet.

Vaclav Vorlicek
imago/Michal Krumphanz
Vaclav Vorlicek


Matti Nykänen (4. Februar)

Der viermalige Olympiasieger Matti Nykänen starb im Alter von 55 Jahren. Der finnische Sportminister Sampo Terho schrieb bei Twitter: "Er war ohne Zweifel einer der bedeutendsten finnischen Sportler aller Zeiten." Der ehemalige Sportler sei seit einiger Zeit krank gewesen, sagte der Chef des Finnischen Skisprungverbandes Mika Kulmala. Sportlich war Nykänen ein Idol, nach seiner Karriere machte er vor allem mit negativen Schlagzeilen aus seinem Privatleben auf sich aufmerksam. Er hatte mit Alkoholproblemen zu kämpfen und saß nach einer Messerattacke auf einen Freund im Gefängnis.

Matti Nykänen
imago/GEPA pictures
Matti Nykänen


Libet Werhahn (3. Februar)

Die jüngste Tochter des ersten deutschen Bundeskanzlers Konrad Adenauer, Libet Werhahn starb in Neuss nach kurzer Krankheit im Alter von 90 Jahren. In ihrer Jugend im Nationalsozialismus sei der Name Adenauer eine Belastung gewesen, sagte sie. 1950 heiratete sie den wohlhabenden Industriellen Hermann Josef Werhahn (1923-2016) aus Neuss, wo sie seitdem wohnte. Bis zuletzt vertrat Libet Werhahn - CDU-Mitglied seit 1946 - klare politische Ansichten. So wehrte sie sich dagegen, dass konservative Kritiker von Angela Merkel behaupteten, diese verschleudere das Erbe Adenauers.

Libet Werhahn
dpa/Marcel Mettelsiefen
Libet Werhahn


Ursula Karusseit (1. Februar)

Die Schauspielerin Ursula Karusseit starb im Alter von 79 Jahren in einem Krankenhaus in Berlin. Die 79-Jährige spielte unter anderem viele Jahre in der ARD-Fernsehserie "In aller Freundschaft" mit. Geboren wurde Karusseit am 2. August 1939 im westpreußischen Elbing im heutigen Polen, in Mecklenburg ging sie zur Schule. Im Lauf ihrer Karriere hat sie nach Angaben des MDR außerdem in Dutzenden bedeutenden DFF- und DEFA-Filmen die Hauptrolle gespielt. Zuletzt arbeitete sie an einem Buch mit dem Titel "Zugabe", das nach Angaben des Eulenspiegel-Verlags im März erscheinen soll.

Ursula Karusseit
imago stock&people
Ursula Karusseit


Emiliano Sala (21. Januar)

Gut zwei Wochen nach dem Flugzeugabsturz über dem Ärmelkanal ist im Februar die Leiche des argentinischen Fußballprofis Emiliano Sala identifiziert worden. Eine Obduktion des aus dem Wrack geborgenen Toten räumte letzte Zweifel aus, wie die englische Polizei mitteilte. Sala wollte am 21. Januar von Frankreich aus zu seinem neuen Verein Cardiff City nach Wales fliegen. Über dem Ärmelkanal verschwand die Propellermaschine mit dem zuvor für den FC Nantes aktiven Fußballer und seinem Piloten an Bord plötzlich von den Radarschirmen. Die Maschine wurde nach fast zweiwöchiger Suche am Meeresgrund geordnet, im Inneren später eine Leiche entdeckt.

Emiliano Sala
dpa/Uncredited/AP
Emiliano Sala


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