Unwetter in den USA : Mindestens 25 Tote nach Tornado im US-Bundesstaat Tennessee

Tornados in den USA: Ein Mann steht inmitten der Trümmer seines Geschäftes, nachdem das Unwetter die Gegend verwüstete.
Tornados in den USA: Ein Mann steht inmitten der Trümmer seines Geschäftes, nachdem das Unwetter die Gegend verwüstete.

Ein Tornado trifft die US-Großstadt Nashville und ihre Umgebung schwer. Es gibt Tote, Verletzte und massive Schäden.

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04. März 2020, 06:50 Uhr

Nashville | Im US-Bundesstaat Tennessee sind infolge eines Tornados mindestens 25 Menschen ums Leben gekommen und schwere Sachschäden entstanden. "Das ist ein tragischer Tag in unserem Staat", sagte der Gouverneur von Tennessee, Bill Lee, am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Nashville. "Die Zerstörung ist herzzerreißend." 25 Todesopfer seien inzwischen bestätigt worden. Die Zahl der Verletzten war zunächst unklar. Der örtliche Katastrophenschutz erklärte, bei rund 70.000 Menschen in der Stadt Nashville und in angrenzenden Gebieten sei der Strom ausgefallen.

Dank an Einsatzkräfte

US-Präsident Donald Trump sagte, die ganze Nation trauere nach dem "sehr schrecklichen" und "teuflischen" Tornado mit den Betroffenen. Er kündigte an, das Katastrophengebiet in dem südöstlichen Bundesstaat am Freitag zu besuchen. Die Regierung werde auch beim Wiederaufbau helfen, versprach er. Die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, erklärte, sie danke den Einsatzkräften und bete für jene Menschen, die noch vermisst würden.

Bilder der Verwüstung aufgenommen aus einem Polizeihubschrauber:

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Lee sagte, Rettungskräfte seien in den betroffenen Gebieten in der Stadt Nashville und Umgebung in vollem Einsatz. Der Notstand wurde ausgerufen und vier Notunterkünfte eröffnet.

Große Schäden

Der örtliche Fernsehsender WKRN sprach von Dutzenden Verletzten. Trump sprach von "vielen" Verletzten. Viele Häuser und Gebäude waren schwer beschädigt und viele Bäume umgeknickt. Auch Straßen und Brücken seien beschädigt worden, erklärte der Katastrophenschutz. Die Behörde ermahnte Anwohner, beschädigte Gebäude nicht zu betreten.

Zahlreiche Häuser und Gebäude in der Stadt Nashville und angrenzenden Gebieten waren demnach schwer beschädigt, viele Bäume umgeknickt und Tausende Haushalte ohne Strom. Foto: dpa/Mark Humphrey/AP
picture alliance/dpa
Zahlreiche Häuser und Gebäude in der Stadt Nashville und angrenzenden Gebieten waren demnach schwer beschädigt, viele Bäume umgeknickt und Tausende Haushalte ohne Strom. Foto: dpa/Mark Humphrey/AP

Ein Polizeisprecher des Bezirks Putnam sagte im Gespräch mit WKRN, Beamte gingen in den am schwersten betroffenen Gebieten von Haus zu Haus, um Anwohnern in Not zu helfen. Mehrere Menschen galten noch als vermisst. Der Sturm war in der Nacht über die Gebiete hinweggezogen.

Auswirkungen auf Wahlen

Im US-Bundesstaat Tennessee blieben Wahllokale bei den Präsidentschaftsvorwahlen angesichts der schwerern Tornadoschäden in der Hauptstadt Nashville länger geöffnet. Die demokratische Partei in Tennessee teilte am Dienstag (Ortszeit) mit, ein Richter habe auf ihren Antrag hin angeordnet, dass alle Wahllokale in Nashville eine Stunde länger geöffnet blieben – bis 20 Uhr am Dienstagabend Ortszeit (3.00 Uhr Mittwoch MEZ). An fünf großen Wahl-Standorten könnten Stimmen noch länger – bis 22 Uhr Ortszeit (5.00 Uhr MEZ) - abgegeben werden. Die Abläufe in einigen Wahllokalen waren durch den Tornado gestört worden. (Lesen Sie dazu: "Super Tuesday": Biden mit unerwarteter Aufholjagd – Sanders siegt in Kalifornien)

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