Erinnerungen an Fukushima-Katastrophe : Starkes Erdbeben erschüttert Japan – Tsunami-Warnung ausgesprochen

Ein starkes Erdbeben hat Japan erschüttert. Nun rast eine Flutwelle auf den Norden von Tokio zu.
Ein starkes Erdbeben hat Japan erschüttert. Nun rast eine Flutwelle auf den Norden von Tokio zu.

Ein Erdbeben der Stärke 6,8 hat Japan erschüttert. Die Regierung in Tokio gab eine Tsunami-Warnung heraus.

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18. Juni 2019, 16:12 Uhr

Tokio | Nach einem Beben der Stärke 6,8 haben die japanischen Behörden eine Tsunami-Warnung für den Nordwesten des Landes ausgegeben. Die Meteorologiebehörde des Landes teilte am Dienstag mit, es sei mit einer ein Meter hohen Flutwelle nördlich von Tokio zu rechnen.

Das Beben hatte sich demnach vor der Küste der Präfektur Yamagata ereignet. Laut dem Geoforschungszentrum in Potsdam betrug die Stärke 6,5. Das Beben ereignete sich demnach in einer Tiefe von 10 Kilometern.

Vorsichtshalber wurde der Schnellzugverkehr in der betroffenen Region umgehend gestoppt, wie der öffentlich-rechtliche Sender NHK berichtete. In rund 200 Haushalten fiel demnach der Strom aus. In Atomkraftwerken rund um das Erdbebengebiet wurden dem Bericht zufolge keine Auffälligkeiten registriert.

Fukushima-Katastrophe stets präsent

Im Juni vergangenen Jahres waren durch ein Erdbeben in der Region Osaka fünf Menschen ums Leben gekommen und mehr als 350 weitere verletzt worden. Im März 2011 hatte in Japan ein Erdbeben der Stärke 9,0 einen zerstörerischen Tsunami ausgelöst; mehr als 18.000 Menschen kamen damals ums Leben. Die Katastrophe beschädigte das Atomkraftwerk Fukushima so schwer, dass es in einigen Reaktorblöcken zur Kernschmelze kam und die Umgebung der Anlage radioaktiv verstrahlt wurde.

Japan liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring, wo tektonische Platten aufeinander stoßen. In diesem Gebiet kommt es häufig zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen.

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