Gefährlicher Wildwechsel : Tierschützer warnen: Liebestolle Rehe auf den Straßen unterwegs

Die Hochzeit der Rehbrunft hat begonnen.
Die Hochzeit der Rehbrunft hat begonnen.

Vollkommen fixiert auf die Fortpflanzung, halte ein Bock auch ein quietschendes Fahrrad schnell für seine Angebetete.

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27. Juli 2019, 13:38 Uhr

Hannover | Tierschützer warnen vor liebestollen Rehen im Straßenverkehr. Die Rehe folgten nur noch "blind" ihrem Trieb und vergessen jede Vorsicht. Nach Angaben der Deutschen Wildtier Stiftung müssen Autofahrer daher mit Beginn der Brunftzeit auch tagsüber mit Wildwechsel rechnen.

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"Manchmal reicht schon das Quietschen eines Fahrrads aus, und ein verliebter Bock saust im Hormonrausch heran", sagte Biologin Jenifer Calvi. Weil es "dem Fiepton des weiblichen Rehs ähnelt, auf das der Bock jetzt so scharf ist. Er nimmt diesen hohen Ton als Liebeslockruf wahr."

Hauptzeit der Rehbrunft

"Mitte Juli bis Anfang August ist die Hauptzeit der Rehbrunft", erklärte Calvi. Dann treibt der Bock seine Herzensdame manchmal mehrere Stunden durch die Landschaft. "Erst nach einem ausgiebigen Vorspiel – der 'Vorbrunft' – bleibt die Ricke stehen und der Bock darf sich nähern." Während des "Flirtens" und "Kokettierens" lassen die Reh-Mütter ihren Nachwuchs im Gras allein. Sie schauen nur zum Säugen und Säubern kurz vorbei. Trotzdem sei die Ricke keine Rabenmutter, erklärte Biologe Andreas Kinser: Mit ihrer Abwesenheit schützt sie den gut versteckten Nachwuchs: Wenn sie ständig in der Nähe des Kitz wäre, würden Fressfeinde wie der Fuchs schnell auf den Nachwuchs aufmerksam.

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