Erhöhung der Flugticket-Steuer ab 2020 : Easyjet-Chef fordert höhere CO2-Abgabe für Passagiere der Ersten Klasse

Reisen per Flugzeug kann für Passagiere bald teurer werden.
Reisen per Flugzeug kann für Passagiere bald teurer werden.

Das Reisen per Flugzeug wird ab dem 1. April 2020 um mindestens drei Euro teurer. Easyjet-Chef fordert andere Wege.

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04. Oktober 2019, 11:55 Uhr

Berlin | Für mehr Klimaschutz soll die Ticketsteuer für Flüge im Inland und in EU-Staaten um rund drei Euro steigen. Das geht aus einem Entwurf des Finanzministeriums zur Änderung der Luftverkehrsteuer hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Ursprünglich waren deutlich höhere Aufschläge im Gespräch gewesen. Die Änderung ist zum 1. April 2020 geplant.

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Teurer wird es bei längeren Reisen: Bei Flügen mit bis zu 6000 Kilometern zum Ziel soll die Ticketsteuer um neun Euro steigen, bei noch weiteren Fernstrecken um 16 Euro. Die Airlines schlagen die Luftverkehrsteuer normalerweise auf die Flugpreise auf Flugtickets dürften also entsprechend teurer werden.

Easyjet-Chef: Mehr Komfort, teurere Tickets

Easyjet-Chef Johan Lundgren hält nicht viel von dieser einheitlichen Erhöhung. Viel mehr sollten Flugzeug-Passagiere in der Ersten oder Business-Klasse eine höhere CO2-Abgabe zahlen. "Der größere Platz für einen Passagier in der Ersten Klasse oder Business-Klasse im Flugzeug bedeutet, dass auf ihn rechnerisch mehr CO2-Emissionen entfallen. Das sollte bei der Luftverkehrsabgabe berücksichtigt werden", sagte Lundgren der Zeitung "Welt" (Freitagsausgabe).

Steuer auf Kerosin?

"Eine feste Steuerhöhe, also eine Flat-Steuer, bringt keinerlei Anreiz, effizienter und umweltfreundlicher zu fliegen", sagte Lundgren. Traditionelle Fluggesellschaften würden zum Teil nur mit 70 oder 80 Prozent Belegung der Sitzplätze fliegen, während Easyjet mit einer durchschnittlichen Auslastung von 92 Prozent unterwegs sei. Lundgren hält es daher für sinnvoller, auf eine Kerosinsteuer zu setzen, "weil das den Einsatz effizienter Flugzeuge fördert". Das Bundeskabinett will in der kommenden Woche die Langfassung des Klimaschutzpakets der Regierung beschließen. Änderungen der Luftverkehrsabgabe sollen zum Jahreswechsel in Kraft.

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