"Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten" : Wirtschaft ankurbeln: Textil- und Modeindustrie fordern Konsumgutscheine

Ab dem 20. April dürfen Geschäfte mit einer Fläche von maximal 800m² wieder öffnen.
Ab dem 20. April dürfen Geschäfte mit einer Fläche von maximal 800m² wieder öffnen.

Einige Läden dürfen ab dem 20. April wieder ihre Türen für den Verkauf öffnen.

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18. April 2020, 10:19 Uhr

Berlin | Der Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie hat in der Corona-Krise für einen Neustart der Wirtschaft ein umfassendes Konjunkturprogramm gefordert. Verbandspräsidentin Ingeborg Neumann sagte der Deutschen Presse-Agentur, sie könne der Idee sehr viel abgewinnen, Einkaufs- beziehungsweise Konsumgutscheine mit einer zeitlich befristeten Gültigkeit auszugeben. "Das wäre eine unbürokratische Möglichkeit, den Konsum zu beleben."

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Daneben sprach sie sich für eine zeitlich befristete Reduzierung der Umsatzsteuer und Einfuhrumsatzsteuer für sämtliche Textil- und Lederwarenerzeugnisse aus sowie eine rasche und vollständige Abschaffung des Solidaritätszuschlags. "Schließlich würde eine befristete Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten und der Sonntagsöffnungen erhebliche Impulse bringen", sagte Neumann, die auch Vize-Präsidentin des Bundesverbands der Deutschen Industrie ist.

"Werden die Krise nicht überstehen, wenn..."

Gesundheitsschutz sei wichtig. "Wir brauchen aber auch Tatkraft und Signale, die uns im Mittelstand die Kraft fürs Durchhalten geben", sagte Neumann. "Wir fordern die Bundesregierung auf, neben dem Gesundheitsschutz und den Milliardenhilfen unternehmerischen Schwung in ihre Planungen zu bringen. Wir werden die Krise nicht überstehen, wenn wir uns nur im Abwarten üben." Es brauche tatkräftige Signale an den gebeutelten Mittelstand.

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