Neue Techno-Party in Berlin : Loveparade soll wiederbelebt werden – Dr. Motte sammelt Spenden

Der Berliner DJ Dr. Motte möchte wieder eine Loveparade in Berlin starten.
Der Berliner DJ Dr. Motte möchte wieder eine Loveparade in Berlin starten.

Zurück in die 90er: Die Loveparade soll nach dem Willen ihres Gründers Dr. Motte wieder nach Berlin kommen.

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14. Januar 2020, 12:18 Uhr

Zehn Jahre nach der tödlichen Massenpanik in Duisburg möchte der Berliner DJ Dr. Motte wieder eine Loveparade in Berlin starten. Dazu wollen er und sein Team der gemeinnützigen GmbH "Rave the Planet" Spenden sammeln, wie der 59-Jährige am Montag in Berlin ankündigte. "Wir stellen die Frage: 'Wollt Ihr eine neue Loveparade?' Über das Spendensammeln können wir herausfinden, ob das überhaupt gewollt wird von der Welt", erklärte der DJ.

Loveparade-Gründer Dr. Motte lehnt über einem Miniatur-Model der Loveparade. Foto: dpa/Annette Riedl
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Loveparade-Gründer Dr. Motte lehnt über einem Miniatur-Model der Loveparade. Foto: dpa/Annette Riedl


Dr. Motte (bürgerlich: Matthias Roeingh) hatte vor gut 30 Jahren die Loveparade in Berlin gegründet. 150 Technofans tanzten 1989 unter dem Motto "Friede, Freude, Eierkuchen" auf dem Kurfürstendamm. Später wurde daraus ein Millionenspektakel, der Rave wurde von einem anderen Veranstalter übernommen.


Massenpanik in Duisburg

Bei der Loveparade am 24. Juli 2010 in Duisburg gab es am einzigen Zu- und Abgang zum Veranstaltungsgelände ein so großes Gedränge, dass 21 Menschen erdrückt und mindestens 652 verletzt wurden. Seitdem gibt es die Veranstaltung nicht mehr.


Dr. Motte und seine Mitstreiter machen sich auch für den Erhalt der Technokultur stark angesichts der zunehmenden Schwierigkeiten von Clubs, die um ihre Existenz kämpfen. Ihr Plan dazu: Die elektronische Tanzmusik bei der Unesco als immaterielles Weltkulturerbe schützen lassen. In diesem Jahr soll der Antrag gestellt werden. Außerdem wollen sie einen offiziell anerkannten Feiertag der elektronischen Tanzmusikkultur initiieren.

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